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Visana weiter auf Erfolgskurs - moderate Prämienanpassungen auf 2009
Bern, 18. April 2008 - Visana, einer der führenden schweizerischen Kranken- und Unfallversicherer, weist für das Geschäftsjahr 2007 ein gegenüber dem Vorjahr leicht verbessertes positives Ergebnis von knapp 40 Mio. Franken aus. Die Zahl der Versicherten nahm wiederum zu. Die Gesamtversichertenzahl beträgt nun mehr als 930 000. Aufgrund der guten finanziellen Situation kommt es bei Visana trotz einem erneuten Kostenschub im schweizerischen Gesundheitswesen nur zu moderaten Prämienanpassungen auf 2009.
In der der obligatorischen Krankenpflegeversicherung - auch Grundversicherung genannt - kommt es bei Visana für 2009 zu einer Prämienanpassung von maximal zwei Prozent. Bei den Zusatzversicherungen wird es über alles gesehen erneut eine Nullrunde geben. Dies gab Visana am Bilanzmediengespräch am Freitag in Bern bekannt.
Erneut mehr Versicherte und zusätzliche Stärkung der Eigenkapitalbasis
Verwaltungsratspräsident Albrecht Rychen gab seiner Genugtuung Ausdruck, dass Visana weiter auf Erfolgskurs ist. Wiederum könne das Unternehmen einen positiven Geschäftsabschluss präsentieren und damit die Eigenkapitalbasis weiter stärken. Trotz einer generell feststellbaren geringen Wechselbereitschaft hat die Visana-Gruppe zusätzliche Versicherte gewinnen können. Ungeachtet eines aggressiven Preisverhaltens der Mitbewerber ist es ihr gelungen, auch im Firmenkundengeschäft weiter zu wachsen.
Fortschritte in der Gesundheitspolitik, dennoch weiterhin Handlungsbedarf
Rychen konstatierte Fortschritte in der Gesundheitspolitik, stellte aber zugleich fest, dass weiterhin Handlungsbedarf bestehe. Positiv wertete er die Beschlüsse der eidgenössischen Räte zur Neuordnung der Spitalfinanzierung und des Risikoausgleichs. Er bemängelte hingegen, dass Letzterer immer noch ungenügend sei und zeitlich befristet wurde. Hart ins Gericht ging er mit dem Verordnungsentwurf zur neuen Spitalfinanzierung. Das Parlament habe einen regulierten Wettbewerb im Spitalbereich anvisiert. Diese Zielsetzung würde durch den Verordnungsentwurf jedoch wieder ausgehebelt.
Generell plädierte Rychen dafür, dass im schweizerischen Gesundheitswesen Reformen mit kostenseitigen und damit prämienrelevanten Auswirkungen angepackt werden. Dies gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Kosten erneut erheblich ansteigen.
Unzufrieden mit bernischer Spitalpolitik
Visana ist mit deutlichem Abstand der grösste Krankenversicherer im Kanton Bern. Visana-Verwaltungsratspräsident Albrecht Rychen nahm deshalb auch zur bernischen Gesundheitspolitik Stellung. Er zeigte sich dabei unzufrieden mit der Spitalpolitik.
Rychen erwartet, dass die mit der bernischen Versorgungsplanung vorgesehenen Massnahmen rascher umgesetzt werden. Nicht einverstanden ist er auch mit der vom Kanton geplanten weiteren Verweigerung des Sockelbeitrags an die Privatspitäler, zumal der Kanton für die Sicherstellung der Versorgung auf diese angewiesen sei. Beim Entwurf zur revidierten Spitalliste bemängelte er die einseitige Bevorzugung des Inselspitals zu Lasten der regionalen Spitalstrukturen. Kritisch äusserte er sich auch zum weiteren Ausbau der Berner Klinik Montana, die aufgehoben werden sollte, da ein ausreichendes Angebot im Kanton bestünde und Montana nicht den Patientenbedürfnissen entspreche.
Visana: geringe bis moderate Prämienanpassungen auf 2009
Das gute Ergebnis des Geschäftsjahres 2007 sowie die gut dotierten Reserven und Rückstellungen setzt Visana gemäss Peter Fischer, dem Vorsitzenden der Direktion, im Interesse der Versicherten zur Dämpfung der erforderlichen Prämienanpassungen auf das Jahr 2009 ein. Auch 2009 wird die Visana in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) die Senkung von Reserven in Form von günstigeren Prämien an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben.
Peter Fischer kündigte an, dass in der OKP, also der Grundversicherung, die Prämien 2009 maximal um zwei Prozent steigen werden. Bei den Zusatzversicherungen komme es über alles gesehen zu einer Nullrunde: Geringfügigen Anpassungen stünden Prämiensenkungen gegenüber.
Rückstellungen wiederum gestärkt
Das gute Geschäftsjahr 2007 führte dazu, dass die Visana-Gruppe - umfassend die Visana Krankenversicherung, sana24 und Visana Versicherungen AG - ein um 1,8 Prozent verbessertes Ergebnis von 39,9 Mio. Franken (Vorjahr 39,2 Mio.) ausweisen kann. Zusätzlich wurden die Rückstellungen für Versicherungsfälle sowohl in der OKP wie bei den freiwilligen Zusatzversicherungen gestärkt.
Die Visana-Gruppe erhöhte die verdienten Prämien um 2,7 Prozent von 2079 Mio. auf 2135 Mio. Franken. Die Versicherungsleistungen nahmen um 4,2 Prozent von 2076 Mio. auf 2164 Mio. Franken zu. In den um 7,0 Prozent reduzierten Zahlungen aus dem Risikoausgleichsfonds kommt die verbesserte Risikostruktur der Visana-Gruppe zum Ausdruck. Zum guten Resultat beigetragen hat auch die Anlagenstrategie der Visana-Gruppe: Das nichtversicherungstechnische Ergebnis erhöhte sich um 38,5 Prozent von 91 Mio. auf 126 Mio. Franken.
Ergebnisse für die Sparten KVG und VVG
Die Visana Krankenversicherung und die sana24, welche die Versicherungen gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG) anbieten, weisen für 2007 einen Unternehmenserfolg von 0,8 Mio. Franken aus (Vorjahr 0,9 Mio. Franken). Das Prämienvolumen in der OKP erhöhte sich von 1342 Mio. um 3,4 Prozent auf 1388 Mio. Franken. Die OKP-Reservequote liegt bei der Visana Krankenversicherung mit 18,2 Prozent deutlich über den vorgeschriebenen 13 Prozent; jene der sana24 beträgt 21,6 Prozent.
Die Visana Versicherungen AG, welche Zusatz- und Sachversicherungen nach Versicherungsvertragsgesetz (VVG) sowie Versicherungen nach Unfallversicherungsgesetz (UVG) vermittelt, weist einen Unternehmenserfolg von 39,1 Mio. Franken aus (Vorjahr 38,3 Mio. Franken). Das Prämienvolumen erhöhte sich um 1,5 Prozent von 736 Mio. auf 747 Mio. Franken. Die Rückstellungen konnten erneut gestärkt werden.
Wiederum mehr Versicherte
Die Zahl der OKP-Versicherten erhöhte sich per Anfang 2008 bei den zur Visana-Gruppe gehörenden OKP-Marken Visana, sana24 und vivacare um 3,7 Prozent von 447 100 auf 463 300. Der Gesamtversichertenbestand beträgt 932 000. Das sind 2,6 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr (908 700).
Visana-Gruppe in Zahlen
(Geldwerte in Mio. Franken, jeweils per 31.12.)
| 2005 | 2006 | 2007 | +/- % | |
|---|---|---|---|---|
| Verdiente Prämien Obligat. Krankenpflegevers. Zusatzversicherungen |
2006 1274 732 |
2079 1343 736 |
2135 1388 747 |
2.7 3.4 1.5 |
| Versicherungsleistungen | 2073 | 2076 | 2164 | 4.2 |
| Risikoausgleich | 380 | 358 | 333 | -7.0 |
| Unternehmensergebnis davon KVG davon VVG |
38.2 0.3 37.9 |
39.2 0.9 38.3 |
39.9 0.8 39.1 |
1.8 -11.1 12.1 |
| Reserven OKP in % der verdienten Prämien | 19.9 | 18.8 | 18.2 | -3.2 |
| Rückstellungen VVG in % der Nettoleistungen | 137.5 | 145.4 | 151.4 | 4.1 |
| Anzahl Versicherte davon KVG |
803 000 426 000 |
884 000 430 000 |
905 000 445 000 |
2.4 3.5 |
| Mitarbeitende (Vollzeitstellen) | 1057 | 1083 | 1101 | 1.7 |
Visana-Gruppe in Kürze
Die Visana-Gruppe gehört zu den führenden schweizerischen Kranken- und Unfallversicherern. Unter den Marken Visana, sana24 und vivacare bietet sie die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) nach Krankenversicherungsgesetz (KVG) sowie Zusatz- und Sachversicherungen nach Versicherungsvertragsgesetz (VVG) an. Visana versichert Privatkunden (Einzelpersonen und Familien) und Firmenkunden (Unternehmen, öffentliche Institutionen und Verbände). Für Letztere bietet sie unter dem Label "Visana business" Lohnausfall- und Unfallversicherungen an. Gegen 500 000 Personen sind bei der Visana-Gruppe OKP-versichert. Insgesamt zählt sie über 930 000 Versicherte. Am Hauptsitz in Bern und in rund 200 Aussenstellen beschäftigt die Visana-Gruppe fast 1500 Mitarbeitende (rund 1100 Vollzeitstellen). Das Prämienvolumen beträgt über zwei Milliarden Franken.
Für weitere Auskünfte:
Visana Unternehmenskommunikation
Christian Beusch
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E-Mail: christian.beusch@visana.ch
