Zoe Cookinesi | 12.12.2017

Besinnliches Guetzli backen mit allen Sinnen

Man kann es nennen, wie man will: Erinnerung oder Kindheitsgefühl. Das Guezli backen ist ein Stück wahre Schweizer Tradition. In vielen Familien und Beziehungen ist das Guetzli backen ein fester Bestandteil in der Weihnachtszeit.

5 Tipps für 5 Sinne

Nicht auszudenken aber, wenn das alljährliche Guetzle zum Stress wird. Viele verschiedene Tätigkeiten stehen noch auf dem Programm, wie Geschenke kaufen, den Weihnachtsbaum aufstellen, das Haus dekorieren und vieles mehr. Trotzdem, oder viel besser gesagt - genau deshalb soll das Guetzli backen auf keinen Fall zur Last werden. Auch wenn man ein Wochenendtag dafür opfert - wer sich richtig anstellt, kann produktiv sein und dabei entspannen.

Wichtig: Die Sinne sollen - wie im Titel angesprochen – beim Backen betört und berücksichtigt werden.

Hören

Keine Frage - Weihnachtslieder können schnell kitschig wirken. Sie können auch schnell auf den Geist gehen. ABER: Es gibt sie tatsächlich. Die Weihachtssongs, die zeitlos sind. Jene, die man kennt und doch nicht beim Namen nennen kann. Jene, die einen unfreiwillig in eine Zeit zurück katapultieren und uns Bilder vors geistige Auge halten. Wer es gerne kitschig bis nostalgisch mag, der soll doch im Hintergrund Kevin alleine in New York über die Mattscheibe flimmern lassen. Hier einige Songs, die man immer spielen darf.

 

 

 

Sehen

Die fertigen Guezli laden zum Naschen ein - eine Küche voller Teigfetzen, Bleche, Küchenpapier, Mehl - und Milchspritzer eher zum Davonrennen. Darum: Gut organisieren. Wenn alle benötigten Zutaten sowie Schüsseln, Bleche und Mixer jeweils sauber und griffbereit sind, erspart man sich eine Menge Zeit. Zudem: Nach dem Gebrauch immer gleich spülen und versuchen, soviel Arbeitsfläche wie möglich zu schaffen/erhalten.

Ps. Ein schöner Weihnachtsstern als Deko schadet nie. Und Kerzen… meine Güte… Kerzen!!

Spüren

Soviel vorweg: Muskelkater am Tag nach dem Guetzle ist nichts Verwunderliches. Es wid fleissig geknetet und getragen. Das Kneten als Solches ist für mich fast schon Meditation. Eine einfache, aber beruhigende Arbeit. Zusammen mit dem Ausstechen der urchigste Teil des Guezlibackens.

Schmecken

Das hört sich jetzt ein wenig gar minutiös an - aber langfristig zahlt es sich definitiv aus: Wer viele Sorten Guetzli bäckt, und sich nicht nur auf die Grammanzahl im Rezept sondern auch auf seine Zunge verlassen möchte, der braucht Durchehaltevermögen und vor allem neutrale Geschmackssensoren. Deshalb: Wasser und Brot am Start, so schmeckt man jede kleine Einzelheit auch noch beim achten rohen Teig.

Riechen

Die Nase macht ganz schön einen mit an einem solchen Tag. Es duftet nach Schokolade, Vanille, Haselnuss, Zimt, Karamell, Zitrone, Orange, Mandeln und und und… Hier gibt es lediglich einen Ratschlag von meiner Seite: Tief einatmen und geniessen. Im schlimmsten Fall dauert es wieder ein ganzes Jahr, bis die Nase wieder auf die Achterbahnfahrt von Spitzbub über Florentiner bis nach Vanille-Kipferl und Zimtstern genommen wird.

Infos zum Autor

Zoe Cookinesi

Kochen und Backen macht mich glücklich und ruhig.  Ich kann mich entspannen und denke nichts anderes als «no es bizzli Salz, vilicht no e Schuss Wiii...». Anfang 2014 lancierte ich die Food- & Lifestylepage www.cookinesi.com, auf der man Rezepte, Tipps & Tricks in Sachen Ernährung und Kochen, Videotutorials, Restauranttipps von Schweizer Bloggern und Vieles mehr findet.