Anita Brechbuehl | 08.08.2017

City Break – diese Städte locken im Herbst

Frühling und Herbst sind wie gemacht für Städtetrips. Es ist Zwischensaison, der Touristenansturm hält sich in Grenzen und das Wetter zeigt sich auch von seiner gemässigten Seite. Nebst den europäischen Klassikern wie London, Paris und Berlin locken auch spannende Metropolen ohne Hauptstadtstatus. Man hat quasi die Qual der Wahl und deshalb gibt es heute drei Empfehlungen vom Geheimtipp über die Exotin bis hin zum bewährten Klassiker.

Geheimtipp Lyon

Lyon ist nur ein Katzensprung entfernt und mit dem Zug in gut vier Stunden von der Schweiz aus erreichbar. Trotzdem gehört die drittgrösste französische Stadt noch zu den Geheimtipps, was Städtereisen anbelangt. Eigentlich unverständlich gilt Lyon doch als das Gourmetzentrum schlechthin und hat auch kulturell einiges zu bieten.

Ein Rundgang durch Lyon startet man am besten auf der Presqu'île. Die Halbinsel zwischen Rhône und Saône beherbergt zwei bemerkenswerte Plätze – der Place des Terreaux, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt direkt vor dem Rathaus und der Place Bellecour, Lyons grösster Platz. Hier befindet sich auch die Touristeninformation. Bei schlechtem Wetter lohnt sich ein Abstecher ins Museum des Beaux-Arts oder ins Musée des Confluences im futuristischen Stadtteil am südlichen Ende der Halbinsel. Bei schönem Wetter überquert man eine der zahlreichen Fussgängerbrücken über die Saône, um den Stadtteil Vieux Lyon zu erkunden. Zwischen den Häuserzeilen gibt es Lyons berühmte „Traboules“ zu entdecken.

Lässige Quartierbeizen und Cafés befinden sich im Quartier Croix-Rousse, das nördlich an Presqu'île anschliesst. Mein Favorit ist das immer bis auf den letzten Platz gefüllte Le Bouchon des Filles. Hier wird französische Hausmannskost mit Pfiff interpretiert. Den besten Kaffee mit Kuchen bekommt man im Café Mokxa.

Exotisches Marrakesch

Wer nach Marrakesch reist, der taucht in einen faszinierenden Schmelztiegel aus fernöstlichen und westlichen Kulturen und Gebräuche ein. Die Stadt entführt einem in eine Welt, die an die Geschichten aus 1‘001 Nacht erinnert. Die Altstadt von Marrakesch, die Medina, ist von einer hohen rötlich schimmernden Mauer umgeben. Die verwinkelten Gassen innerhalb des Altstadtkerns wirken im ersten Moment verwirrend. Am besten lässt man sich einfach treiben und nicht vom Mopedgeknatter aus der Ruhe bringen. Früher oder später landet man unweigerlich beim Djemaa el Fna, dem zentralen Marktplatz. Sehenswert sind der Bahia Palast und der El-Badi Palast. Einblicke in die Kultur Marokkos gibt’s im Maison de la Photographie in der Nähe der Ben Youssef Moschee.

Für eine Verschnaufpause begibt man sich am besten auf eine Dachterrasse, die direkt über den geschäftigen Souks willkommen Ruheoasen bilden. Empfehlenswert ist die Terrasse des Epices, mit einem stilvollen Ambiente und traditionellen Mittagsgerichten. Tajine und Couscous sollte man zumindest einmal probiert haben. Eine weitere Ruheoase ist der Jardin Majorelle. Der botanische Garten liegt direkt ausserhalb der Stadtmauern und ist ebenfalls gut zu Fuss erreichbar.

Kurz vor der Dämmerung sucht man sich ein schönes Plätzchen auf einer der Dachterrassen rund um den Djemaa el Fna und beobachtet das allabendliche Spektakel von Gauklern, Strassenhändlern und Standbetreibern mit einem kühlen Getränk entspannt aus der Distanz.

Der Klassiker: Barcelona

Die Hauptstadt Kataloniens gehört definitiv zu den Klassikern, was Städtereisen anbelangt. Zu Recht wie ich finde, denn in Barcelona gibt’s auch beim zweiten oder dritten Besuch noch vieles zu entdecken. Gerade im Herbst ein ideales Reiseziel, um nochmals intensiv Sonne zu tanken und die Füsse ins Mittelmeer zu strecken.

Nebst den bekannten Touristenattraktionen wie die Sagrada Familia, La Rambla und Passeig de Gràcia, bietet Barcelona vor allem eine tolle Vielfalt an Stadtquartieren und tolle Bars und Restaurants. Den besten Latte Macchiato bekommt man bei Cornelia & Co in der Carrer de València im hippen Stadtteil Gràcia. Eine herrliche Gegend für einen Schaufensterbummel. Ebenso interessante Shops gibt’s im Stadtteil Raval. Das ehemalige Hafenquartier liegt westlich angrenzend an die Rambla zwischen dem Barri Gotic und Poble Sec. Ein Paradies für Vintage Freaks und Liebhaberinnen kleiner, schrulliger Shops.

Den schönsten Blick über die Stadt bietet die Dachterrasse des Barceló Raval an der Ramblas del Raval. Der perfekte Ort, um nach einem Sightseeing-Tag mit einem Drink dem glühend roten Sonnenuntergang zuzuprosten. Gleich daneben befindet sich das Tapas-Restaurant Suculent. Wenn man vom Kellner die Speisekarte auf Katalanisch in die Hand gedrückt bekommt, dann weiss man, dass man einen Ort gefunden hat, wo auch die Einheimischen gerne ihren Samstagabend verbringen.   

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Infos zum Autor

Anita Brechbuehl

Seit 2012 berichtet Anita Brechbühl auf ihrem Reiseblog travelita.ch über ihre Wochenendausflüge, Städtetrips und Fernreisen. Getreu ihrem Motto „ Die Welt beginnt vor der Haustür“ ist sie oft in den verwinkelten Tälern der Schweizer Bergwelt anzutreffen. Immer mit dabei ist die Kamera, um die schönsten Momente für ihre Blogleser festzuhalten.