Stephan Fischer | 06.04.2017

Ein Riegeli Schokolade für die Gesundheit

Schoggi ist etwas Feines mit - gesundheitsfördernden Effekten

Frühlingszeit ist Osterzeit. Und da gehört Schokolade einfach dazu. Sei es als Schoggi-Hase, Schoggi-Ei, Schoggi-Stängeli, Schoggi-Kugel oder als edle Schoggi-Pralinés. Mit elf Kilogramm Schokolade pro Person und Jahr schaffen es Herr und Frau Schweizer auf Platz 2 in der Weltrangliste der Schoggi-Esser. Geschlagen werden wir nur von unseren nördlichen Nachbarn aus Deutschland.

Energiespender und Stimmungsmacher

Eine 100-Gramm-Tafel Schokolade liefert etwa 550 Kilokalorien Energie − dunkle Schokolade hat etwas weniger, weisse etwas mehr Kalorien. Dies entspricht rund einem Viertel des durchschnittlichen täglichen Energiebedarfs und ist ungefähr so viel, wie man mit 40 Minuten Jogging, 50 Minuten Schwimmen oder drei Stunden Walking wieder verbrennt. Zu viel Schokolade wirkt sich also nicht gerade positiv auf die Körperform aus. Aber hin und wieder ein Riegeli Schokolade hat erwiesenermassen positive Effekte auf den Körper.

Kakao enthält Theobromin, welches mit Koffein verwandt ist. Es wirkt anregend und leicht stimmungsaufhellend − Schokolade macht also tatsächlich gute Stimmung. Insbesondere Bitterschokolade («schwarze Schokolade ist gesünder») kann den Gehalt an herzschützenden Antioxidantien im Blut für einige Stunden stark anheben. Tipp: Keine Milch zur Schokolade trinken, weil dies den positiven Effekt neutralisiert.

Ausserdem …

Der Schokolade wird zudem nachgesagt (wenn auch in geringem Ausmass), den Blutdruck zu senken, die Wundheilung zu fördern, Hustenanfälle zu lindern, Magengeschwüren vorzubeugen und das Herzinfarktrisiko zu mindern. Es ist durchaus möglich, dass diese Liste in Zukunft noch länger wird. Unser Fazit: Der lust-, aber gleichzeitig massvolle Griff zum Osterhasen (ein Riegeli pro Tag!) kann der Gesundheit zuträglich sein – je grösser der Kakaogehalt, desto besser.

Wer hat die Schokolade erfunden?

Die Kakaopflanze als Ausgangsstoff der Schokolade stammt aus Südamerika und wurde bereits von den Maya um 600 angebaut. Knapp 1000 Jahre später mixten sich die Azteken in Mexiko ein kakaohaltiges Getränk aus Wasser, Kakao, Vanille und Cayennepfeffer, das sie «xocólatl» (bitteres Wasser) nannten, von dem sich das Wort «Schokolade» ableitet. Im frühen 19. Jahrhundert wurde die Trinkschokolade in Frankreich von fester Schokolade abgelöst. Die erste Herstellung von Milchschokolade gelang 1875 in Vevey.

Infos zum Autor

Stephan Fischer

Seit 2007 arbeite ich als Redaktor in der Unternehmenskommunikation von Visana. Seitdem verstehe ich endlich, wie unser komplexes Gesundheitswesen funktioniert – mehr oder weniger. Als vielseitig interessierten Sportler und Leichtathletiktrainer beschäftigen mich Themen wie Prävention, Sportverletzungen oder Regeneration natürlich hautnah. Aber auch Umweltthemen und Naturwissenschaften gehören zu meinen journalistischen Lieblingsmotiven.