Anita Brechbuehl | 11.08.2017

Schöne Wanderwege im Wallis

An den Wochenenden zieht’s mich raus aus der Stadt in die Natur. Und dort bin ich am liebsten zu Fuss unterwegs. Auf Wanderungen lassen sich nämlich der Sport und Naturerlebnis bestens miteinander kombinieren. Anschliessend fühlt man sich richtig gut und erholt. Besonders angetan bin ich diese Saison vom Wallis. Mit all den Seitentälern wartet dort eine Vielzahl an abwechslungsreichen Wanderrouten darauf, von uns entdeckt zu werden. Ich habe heute meine aktuellen Lieblingstouren zusammengestellt und wer weiss, vielleicht lässt ja die eine oder andere Route auch Ihr Wanderherz höher schlagen.

Sonnengebräunte Walliser Holzhäuser im Lötschental

Der Aletschgletscher

Bisse du Ro

Bisse du Ro

5-Seenweg Zermatt

Das magische Lötschental

Zuhinterst im Lötschental lockt Natur pur. Das Tal insgesamt ist mit seinen sonnengebräunten Walliser Holzhäusern eines der authentischsten Seitentäler, die ich kenne. Das Tal endet beim Langgletscher, der zur Lötschenlücke raufführt. Meine Lieblingstour startet bei der Fafleralp. Von dort führt der Weg sanft ansteigend zur Alp Guggistafel und dann weiter zum bezaubernden Guggisee. Ab hier ist etwas Schnauf gefordert, denn bis zur Anenhütte sind noch 350 Höhenmeter zu bewältigen. Doch es lohnt sich! Oben warten eine phänomenale Aussicht und ein wohlverdientes Stück Kuchen. Talwärts geht’s dann über die Moränenlandschaft des Langgletschers und über die sprudelnde Lonza bis zum türkisfarbenen Grundsee. Für die Rundtour mit insgesamt 650 Höhenmetern sind rund vier Stunden einzuplanen.

Der Aletsch Panoramaweg

Ein Klassiker, der in zwei Etappen von der Belalp über die Riederalp bis zur Fiescheralp führt. Ein Highlight ist der Abschnitt vom Bettmerhorn in Richtung Märjelensee. Hier wandert man rund zwei Stunden hoch über dem Aletschgletscher mit einem prächtigen Panoramablick über die eindrückliche Gletscherlandschaft. Beim Märjelensee kann ich einen kulinarischen Stopp in der Gletscherstube empfehlen und im Anschluss geht’s entweder über den Grat oder durch den Stollen weiter zur Fiescheralp. Diese Wanderung ist eine gemütliche Tour ohne grosse Steigungen, für die man rund 3.5 Stunden Wanderzeit einrechnen sollte.

Die abenteuerliche Bisse du Ro

Auf dieser Wanderung ist Schwindelfreiheit gefordert. Wir starten die Tour beim Lac de Tseuzier in der Nähe von Crans-Montana. Bereits die Postautoanfahrt ist aufgrund der engen Strassenverhältnisse ein Spektakel für sich. Von hier führt uns der Wanderweg in Richtung Crans-Montana. Kurz nach „La Comalire“ startet die Bisse du Ro. Die historischen Wasserwege haben im Wallis eine lange Tradition und heute können viele davon auf sogenannten Suonenwanderwegen abgewandert werden. Die Bisse du Ro wurde bereits Mitte des 20. Jahrhunderts in unterirdische Kanäle verlegt. Die Wanderung entlang des ehemaligen Wasserlaufes ist abenteuerlich und zeigt auf beeindruckende Art und Weise, mit welch waghalsigen Bauwerken der trockene Südhang bewässert wurde. Nervenkitzel ist auf dieser rund dreistündigen Wanderung garantiert.  

Die aussichtsreiche Seenwanderung

Ein absoluter Klassiker und eine Wohltat fürs Auge ist der 5-Seenweg in Zermatt. Gestartet wird auf der Sunnegga. Von hier geht’s zu Fuss weiter aufwärts bis zum Stellisee. Bei gutem Wetter, kann man hier tolle Matterhorn-Spiegelbilder ablichten. Auch der zweite Stopp beim Grindjisee hat seinen Reiz. Es ist nämlich als einziger der fünf Seen mit Lärchen umgeben. Von hier geht die Wanderung weiter zum Grünsee und Moosjisee und endet beim Leisee auf Höhe Sunnegga. Für diese Route sind ebenfalls rund vier Stunden Laufzeit einzuplanen. Für den kleinen Hunger zwischendurch lohnt sich ein Stopp in Findeln. Hier erwarten euch einige exzellente Berghütten.

Zum schönsten Walliser Dorf

Im Val d’Anniviers ist Stress ein Fremdwort. Wer hierher kommt, der findet Ruhe, Erholung und ein weitläufiges Netz an Wanderwegen. Keineswegs verpassen sollte man einen Abstecher ins Bilderbuchdorf Grimentz. Der Abstecher lässt sich mit einer gemütlichen Wanderung von der Barrage de Moiry talwärts bis nach Grimentz kombinieren. Hier wird unterwegs fürs Auge und die Seele so Einiges geboten.

Infos zum Autor

Anita Brechbuehl

Seit 2012 berichtet Anita Brechbühl auf ihrem Reiseblog travelita.ch über ihre Wochenendausflüge, Städtetrips und Fernreisen. Getreu ihrem Motto „ Die Welt beginnt vor der Haustür“ ist sie oft in den verwinkelten Tälern der Schweizer Bergwelt anzutreffen. Immer mit dabei ist die Kamera, um die schönsten Momente für ihre Blogleser festzuhalten.