Stephan Fischer / 30.05.2018

Ananas, ein wahres Wunderfrüchtchen

Steht ihr auf diesen neumodischen «Superfood»? Mein Rat: Nehmt nicht alles als bare Münze, was ihr darüber lest und hört. Und vergesst Goji-Beeren, Chia-Samen, Spirulina-Algen und all die nicht ganz günstigen Kollegen. Gönnt euch zwischendurch lieber eine frische Ananas, denn sie ist eine wahre Wunderfrucht – gut, günstig und gesund.

Ideale Ergänzung

Bei vielen dieser sogenannten «Wundernahrungsmittel» steckt oft nur ein sehr gutes Marketingkonzept dahinter. Die Ananas hat so ein Extra-Marketing gar nicht nötig. Ihre gesundheitsfördernden Effekte sind eindrücklich und wissenschaftlich belegt. Selbst wenn nur die Hälfte von alldem stimmt, was ihr nachgesagt wird, sollten wir unbedingt mehr Ananas als Ergänzung zur hiesigen und ebenfalls gesunden Früchtepalette auftischen.

Eine Frucht mit vielen Talenten

Naturvölker haben meist sehr viel Erfahrung darin, welche Lebensmittel gegen welche Wehwehchen helfen. Sie setzen die Ananas seit Generationen bei Blasenbeschwerden, Nierensteinen, Scharlach, Halsschmerzen oder Venenerkrankungen ein. Ihr Fleisch und der Saft sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen wie dem Bromelain. Diese Stoffe wirken verdauungsfördernd, entzündungshemmend und sogar krebsvorbeugend. Es heisst, dass sie im faserigen Mittelteil besonders zahlreich sind. Darum liest man gelegentlich die Empfehlung, auch den Fruchtkern zu verspeisen. Zugegeben, er ist nicht gerade der schmackhafteste Teil der Ananas, aber wenn es hilft …

Auch ein Stimmungsmacher

Die Ananas soll auch stimmungsaufhellend sowie muskelentspannend wirken und gegen Übersäuerung, Darmparasiten, Arterienverkalkung, das Altern und Stress helfen. Sie soll auch für eine straffere Haut sorgen und und und. Die Liste der positiven Gesundheitseffekte liesse sich noch verlängern. Wie weiter oben bereits erwähnt: Wenn nur schon die Hälfte davon stimmt …

Tipps für den Genuss

  • Eine reife Ananas erkennt ihr daran, dass ihr die kleinen Blätter der Krone leicht herausziehen könnt.
  • Reife Früchte enthalten weniger Säure und sind darum bei Magenproblemen verträglicher.
  • Ihr könnt die Ananas im kühlen Keller (10 Grad) problemlos eine Woche lagern, bei Zimmertemperatur nur wenige Tage.
  • Bewahrt die angeschnittene Früchte luftdicht verpackt im Kühlschrank auf und konsumiert diese innert zwei Tagen.
  • Tipp: Geniesst die Ananas frisch – besser geht es nicht!

Über
Stephan Fischer

Seit 2007 arbeite ich als Redaktor in der Unternehmenskommunikation von Visana. Seitdem verstehe ich endlich, wie unser komplexes Gesundheitswesen funktioniert – mehr oder weniger. Als vielseitig interessierten Sportler und Leichtathletiktrainer beschäftigen mich Themen wie Prävention, Sportverletzungen oder Regeneration natürlich hautnah. Aber auch Umweltthemen und Naturwissenschaften gehören zu meinen journalistischen Lieblingsmotiven.