Doris Hofer | 06.09.2018

Zehn Fakten, die mich zum Sport treiben motivieren

Ich könnte ohne Probleme 100 Gründe auflisten, die mich zum Sport treiben motivieren. Ich bin jeweils total schockiert, wenn Frauen mich fragen, was ich im Fitness-Center verloren habe, ich sei ja schlank. Also Abnehmen ist gewiss nicht meine Motivation, ganz im Gegenteil, ich will gross und stark werden. Hier sind die wichtigsten Gründe, warum ich seit 23 Jahren ohne Unterbruch und mit viel Enthusiasmus trainiere:

Glückshormone ohne Nebeneffekte

Wenn wir Schokolade essen, produziert unser Körper die Glückshormone Serotonin und Dopamin, die zu guter Stimmung, aber auch zu Sucht führen können. Beim Sport werden genau die gleichen Hormone freigesetzt, nur dass wir hier fit werden, statt zunehmen.

Alle sind krank, ich nicht

Es kommt vor, dass ein Virus die Runde macht und alle um mich herum krank werden. Mich erwischt es wirklich nie, es sei denn, ich komme nicht auf meine sieben Stunden Schlaf. Dann bricht auch mein Immunsystem zusammen. Aber ich glaube, dass die Kombination von ausreichend Erholung, gesunder Ernährung und Bewegung uns stärker macht. Ich beobachte dies übrigens auch bei Zoe und Noah. Wenn sprichwörtlich die Hälfte der Kinder aus ihrer Klasse mit Fieber und Erbrechen im Bett liegen, sind sie höchstens einen Tag lang schlapp, weil sich ihre Körper gegen die Krankheitserreger wehren. Nachher sind sie wieder fit.

Teure Hautcremes kann ich mir sparen

Mein Grosi hat ein Leben lang nur Nivea auf ihr Gesicht gestrichen, und ich mache es nicht viel anders. Ich glaube, dass es gut ist, zwischendurch eine Vitaminkur zu machen, ein Serum oder eine Maske aufzutragen. Ich denke jedoch, dass viel Wasser trinken und die täglich aufgenommenen Giftstoffe beim Sport rausschwitzen noch viel effektiver ist.

Ich kann riesige Portionen essen

Mein Freund Kerem sagt immer, ich sei super anspruchsvoll beim Essen. Das ist wohl wahr, denn meistens ist das Essen in den Restaurants nicht gesund und die Portionen winzig. Mich macht eine grosse Schüssel mit Salat, Buchweizen, Avocado, Kichererbsen, Ei, Sprossen aller Art und Nüssen so richtig glücklich. Es sollte eine grosse Portion sein, am liebsten eine Familienportion, denn Sport treiben macht hungrig.

Der bewundernde Blick

Es ist natürlich schön, wenn ich sehe, wie verliebt und bewundernd Kerem mich anschaut, wenn wir zusammen sind. Mir geht es übrigens genauso. Mein Freund hat als Teenager professionell Fussball gespielt, und seine Beine und sein Hintern sind irgendwie erhalten geblieben. Kerem muss immer lachen und geniesst es, wenn ich ihm dafür Komplimente mache.

Stressreduzierung

Wir alle haben Stress. Sei dies bei der Arbeit oder im Privatleben. Manchmal habe ich so viele Dinge auf meiner Liste stehen, dass ich mich total überfordert fühle. In diesen Momenten weiss ich, dass ich sofort Sport treiben muss. Dann packe ich meine Tasche und mache mich auf den Weg. Das Training ist für mich wie Meditation. Wenn ich fertig trainiert habe, denke ich: «Ach, das packe ich schon, ich beginne jetzt einfach mal mit den Punkten auf meiner Liste und schlussendlich muss auch nicht alles heute erledigt werden.» Ich habe noch nie Antidepressiva oder sonstige Tabletten geschluckt (laut meinen Freundinnen machen das alle?), und ich bin fest davon überzeugt, dass ich das dem Sport zu verdanken habe.

Selbstsicherheit

Ich mochte meinen Körper schon immer. Vor allem meinen Bauch, auf den war ich immer stolz, weil er flach und definiert ist. Aber meine Beine fand ich im Verhältnis zu meinem sonst zierlichen Körper furchtbar dick. Das ist ein relativer Begriff, das ist mir klar. Fakt ist, dass ich früher keine Stiefel anziehen konnte, weil ich den Reissverschluss schlichtweg nicht zu kriegte. Heutzutage trage ich mit grösstem Vergnügen Miniröcke mit Stiefel.

Aktivitäten mit Kindern, stark im Alltag

Meine Kinder finden es toll, dass ich mit ihnen auf dem Spielplatz die Rutschbahn runtersause und dem Fussball hinterherrenne. Ich kann mir nicht vorstellen, auf der Parkbank zu sitzen und zu warten, bis Zoe und Noah mit Spielen fertig sind. Ich glaube, dass Sport sich positiv auf eine Beziehung auswirken kann. Sei es, weil die Tochter glücklich ist, ausnahmsweise mal etwas der Mami beibringen zu können oder, weil sich die Kinder eingestehen müssen, dass draussen zu Spielen mindestens so viel Spass macht wie das iPad. Doch stark zu sein ist auch ohne Kinder von Vorteil. Ich denke da an den Wocheneinkauf, den ich bis in den vierten Stock hochtrage, oder den Blumentopf, den ich ohne Hilfe und ohne Unfall alleine in eine andere Ecke der Wohnung tragen kann.

Die Kleider passen alle

Da ich nie übergewichtig war, hatte ich bei der Kleidersuche nie Probleme. Nur in den letzten Monaten der Schwangerschaft konnte ich Menschen nachfühlen, die sich beklagen, weil sie nichts Modisches in grossen Grössen finden. Wir waren zu einer Hochzeit eingeladen, und ich hatte mich in ein Kleid meiner Freundin gezwängt Ich fühlte mich, als ob ich jeden Moment aus allen Nähten platzen würde, und auch wenn ich liebe Komplimente erhielt, fühlte ich mich einfach nicht wohl.

Viel Energie

«Ich bin zu müde, um Sport zu treiben» ist eine beliebte Ausrede für Sportmuffel. Tatsache ist, dass ich mich nach dem Training immer voller Energie fühle. Die Logik muss also heissen: Treibe Sport, um deine Müdigkeit loszuwerden. Ich mag das wirklich total an meinem Lebensstil, Ich bin immer voller Energie, schlapp sein gibt es bei mir nicht.

Infos zum Autor

Doris Hofer

Ich heisse Doris Hofer, bekannt bin ich aber als Squatgirl. Mit 42 Jahren bin ich fitter als vor 20 Jahren, weil ich jetzt weiss, worauf es ankommt. Auf dem Visana Blog verrate ich euch, wie ich es schaffe, trotz Arbeit, Kindern und Hund fit und voller Energie zu bleiben. Wir trainieren zusammen bequem im Wohnzimmer und bereiten einfache, aber gesunde Mahlzeiten vor, die ihr auch ins Büro oder in die Schule mitnehmen könnt.