Melanie Schmid / 21.12.2018

Weihnachtsbräuche aus aller Welt

Wie feiert man Weihnachten in Japan, in Schweden oder auf den Philippinen? Wir haben uns umgehört und die eindrücklichsten Weihnachtsbräuche für euch gesammelt.

Philippinen: Je grösser desto besser

In der philippinischen Stadt San Fernando blinken kurz vor Heiligabend riesige Weihnachtssterne: Am «Giant Lantern Festival» (Ligligan Parul Sampernandu) wird jedes Jahr die schönste Sternenlaterne ausgezeichnet. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, möglichst gross und bunt soll die Laterne sein. Die Konstruktionen haben einen Durchmesser von sechs Metern und werden mit mehreren tausend Glühbirnen beleuchtet.

Schweden: Wenn der Ziegenbock brennt

Auch die Schweden mögen es gross. In der Stadt Gävle wird zum Adventbeginn ein 13 Meter hoher Julbock aufgebaut. Der traditionelle Weihnachts-Ziegenbock aus Stroh wird jeweils auf dem Schlossplatz der Stadt errichtet. Nicht jedes Jahr übersteht die riesige Figur die Adventszeit unbeschadet. Seit 1966 ging der «Gävlebocken» bereits 29 Mal in Flammen auf.

Japan: Zweisamkeit statt Familienfest

In Japan ist der Heiligabend vor allem ein Fest für Verliebte. Sozusagen ein zweiter Valentinstag. Der Legende nach habe in den 80er-Jahren eine Frauenzeitschrift den Heiligen Abend erstmals zur «Date-Night» ernannt. Die romantische Nacht beginnt mit einem langen Spaziergang durch die geschmückte Stadt. Danach geniesst man ein Candle-Light-Dinner in einem gediegenen Restaurant. Den restlichen Teil des Abends verbringt das Paar in einem Hotel, das bestenfalls schon Monate im Voraus gebucht wurde.

Kolumbien: Día de Las Velitas

Romantisch ist die Stimmung auch in Kolumbien. Am «Día de Las Velitas» (Tag der kleinen Kerzen) erstrahlen ganze Städte im Lichtermeer. Je nach Region beginnt das Fest in der Nacht des 7. Dezembers. Auf den Strassen, auf öffentlichen Plätzen, in Einkaufszentren und in den Häusern werden Laternen und Kerzen angezündet, um das friedliche Miteinander zu feiern.

Island: Die Trolle sind los

Der 12. Dezember ist für Kinder in Island ein besonderer Tag. Von da an kommt jede Nacht bis zum 24. Dezember einer der insgesamt 13 Weihnachtsgesellen vorbei. Die «Jólasveinar», wie sie auf Isländisch heissen, leben mit ihren Troll-Eltern und der schwarzen Weihnachtskatze im Hochland. Kinder stellen Nacht für Nacht ihre Stiefel ans Fenster, in der Hoffnung, dass die Trolle ihnen ein Geschenk in die Schuhe stecken. Doch nur brave Jungs und Mädchen erhalten eine Kleinigkeit, die frechen Kids bekommen höchstens eine faule Kartoffel.

Über
Melanie Schmid

Ich arbeite seit 2016 als Redaktorin in der Unternehmenskommunikation von Visana. Als «Schreiberling» gefällt mir, dass ich immer wieder zu neuen Themen recherchieren und meine eigenen Interessen einbringen kann, wie etwa im Bereich gesunde Ernährung. Mir ist genügend Bewegung wichtig, sei es auf einer Joggingrunde im Wald oder in einer Pilateslektion. Immer in Bewegung bin ich auch auf unserer Erdkugel: Ich liebe es, neue Länder und Kulturen zu entdecken.

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