Larissa Rose / 09.04.2019

Davonlaufen aber richtig

Kalt, glatt, dunkel, eisig – es gibt viele Gründe, warum Joggen im Winter vorerst nicht so anmachend wirkt. Dabei kann uns Laufen die kalte Jahreszeit sogar versüssen, wenn wir es richtig angehen. Ich verrate euch, wie.

Um es gleich mal direkt vorwegzunehmen: Der Winter ist vielleicht nicht die allerbeste Zeit, um mit dem Joggen anzufangen. Aber – es ist sicher auch kein Grund, damit aufzuhören.

 

Wenn wir ein paar Dinge beachten, kann uns Laufen in den kalten Wintertagen sogar richtig guttun. Erste Priorität ist vor allem, dass man die richtigen Joggingschuhe zur Hand hat. Es ist wichtig, hier auf Qualität und nicht auf Schnäppchen zu achten. Was die Schuhe angeht, scheiden sich jedoch die Geister. Ich bin der Meinung, dass man das ganze Jahr über die gleichen Sportschuhe anziehen kann, sofern diese über genügend Profil verfügen. Generell müssen wir uns aber sowieso nur dann Gedanken machen, wenn‘s schneit oder gefriert – was ja glücklicherweise nicht so oft der Fall ist.

Joggen im Winter – Trainings- und Lauftipps

  • Richtiger Laufschuh

Die Laufschuhe, die wir im Sommer anziehen, sind im Herbst und Winter wenig geeignet. Bei rutschigem Untergrund fehlt es an Halt. Gute Winterlaufschuhe zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus: Dämpfung, Nässeschutz, Atmungsaktivität, Griffigkeit der Aussensohle.

 

  • Richtig atmen

Ich empfehle euch, ein Halstuch (bitte nicht zu dick) zu verwenden. Indem ihr durch die Nase einatmet, wird die Atemluft erwärmt. Das hat den Vorteil, dass die Luft einen längeren Weg zur Lunge hat. Dadurch wird sie erwärmt, zusätzlich gefiltert und angefeuchtet. Der grosse Nachteil: Durch die Nase kannst du naturgemäss deutlich weniger Sauerstoff aufnehmen, als durch den Mund. Vor allem bei steigender Laufintensität wirst du schnell merken, dass es nicht möglich ist, durch eine reine Nasenatmung deinen Körper mit genügend Sauerstoff zu versorgen. Dies kann Atembeschwerden oder Seitenstechen führen.

 

  • Aufwärmen

Bitte nicht gleich Vollgas geben – denn sonst ist die Muskelzerrung vorprogrammiert! Ich empfehle euch schnelles Gehen/Walken am Anfang des Runs für die ersten paar Meter. Um einen Kaltstart zu vermeiden, sind auch Übungen wie Hampelmann oder kurze Stretchingübungen geeignet.

 

  • Keine zu hohen Intensitäten

Bitte verzichte im tiefsten Winter auf intensive Trainingseinheiten, wie zum Beispiel Intervall- und Tempoläufe. Durch die hohe Anstrengung werden die Atemwege zu stark belastet. Dauerläufe in einem gemütlichen Tempo sind im Winter empfehlenswerter.

 

  • Kein Selbstmitleid

Wer sich den Laufspass durch das Wetter verderben lässt, der kommt in der Schweiz auf keinen grünen Zweig. «Im Sommer schwitze ich zu stark», «im Winter ist es zu kalt» und «im Frühling ist die Luft voller Pollen und Blütenstaub – da kann ich kaum atmen».

Über
Larissa Rose

Meine Freizeit verbringe ich grösstenteils mit Sport. Da ich einen aktiven Lebensstil pflege, ist Bewegung ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Zudem achte ich bewusst auf meine Ernährung, und bringe mich selbst immer wieder auf den neusten Stand. Neben meiner Tätigkeit als Versicherungsberaterin bei der Visana, arbeite ich selbstständig noch als Personaltrainerin, gebe Ernährungstipps und freue mich, wenn ich andere Menschen mit meiner Leidenschaft anstecken kann.

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