Melanie Schmid / 12.02.2019

Platz da! – Aufgeräumt ins Frühjahr

Der Winter geht in die Endrunde, unter der Erde regen sich bereits die ersten Frühlingsboten: Zeit zum Ausmisten. Wer seine Schränke aufräumt, schafft gleichzeitig neuen Platz im Kopf – und bestenfalls in seinem Leben.

Der Schrank quillt über, und doch habe ich nichts zum Anziehen. Wer kennt das nicht? Wer sich weniger zu den «Fashion-Victims», dafür umso mehr zu den Koch-Profis zählt, plagt sich mit den überstellten Küchenkästchen mit allerlei (vermeintlich) Nützlichem. Der begeisterte Heimwerker findet dafür die richtige Schraube unter den Tausend Variationen im Keller nicht. In der heutigen Konsumgesellschaft kauft und hortet man, ohne zu überlegen. Das Resultat: Der Hausrat vermehrt sich exponentiell, doch die Wohnung bleibt gleich gross.

Aufräumen für die Seele

Das Chaos in den Schränken spiegelt sich oftmals in uns selbst wieder. Wir wissen weder, was wir wollen, noch was wir überhaupt alles haben. Aufräumen befreit von Ballast und spornt zu einem Neustart an. An was man auf den ersten Blick nicht denkt: Ausmisten hat viel damit zu tun, zu wissen, was man überhaupt will: loslassen, entscheiden, Veränderung leben, Prioritäten setzen. Es ist Teil der Persönlichkeitsentwicklung. Ballast loszulassen, tut gut – Aufräumen ist ein Wohlfühl-Programm für die Seele.

Richtig Ausmisten

Tipps zum effizienten Entrümpeln finden sich im Internet zuhauf. Meines Erachtens ist es wichtig, eine Methode zu finden, die zu einem passt. Ansonsten versanden alle guten Vorsätze. Hier einige Vorschläge:

  • Saisonales Aufräumen: In fixen Zeitabständen (jährlich, vierteljährlich) die ganze Wohnung durchgehen und entrümpeln
  • Von einem Zimmer ins nächste bzw. von einem Schrank zum nächsten: Je nachdem wie leicht es einem fällt, sich ganze Schränke oder ganze Zimmer auf einmal vornehmen
  • Etwas Neues kommt, etwas Altes geht: Beispielsweise wenn man ein T-Shirt kauft, wird ein altes entsorgt
  • Thematisches Aufräumen: sich einer Kategorie wie Kleidung/Schuhe, Weihnachtsdekoration, Kindersachen, … aufs Mal widmen
  • Konzepten von Experten folgen: einen Hype erlebt aktuell die «Marie Kondo-Methode»

 

Mein Tipp (egal bei welcher Methode): Hinterfragt bei jedem Gegenstand, ob ihr diesen wirklich noch braucht oder ob er euch emotional etwas bedeutet.

Problem Wegwerf-Gesellschaft

Die Kehrseite der Medaille ist das Wegwerfen selbst, weil dadurch Müll generiert wird. Oftmals sind aussortierte Gegenstände wiederverwertbar. Dazu einige alternative Entsorgungswege:

  • Bazars für Kinderkleidung und Spielzeug
  • Altkleidersammlung
  • Bücherbörse oder offener Bücherschrank
  • Online-Plattformen wie Ricardo, Tutti oder Facebook-Marktplatz
  • Intranet-Marktplatz des Arbeitgebers
  • Caritas, Flüchtlingshilfe oder Brockenstube
  • Klassische Mülltrennung/Recycling der Bestandteile (z.B. Buchinhalt ins Altpapier)

Wer das Konzept des Ausmistens verinnerlicht, generiert auf längere Sicht sogar weniger Müll: Man kauft sich nämlich nur noch das, was Einem wirklich Freude bereitet. Das tut nicht nur der Umwelt gut, sondern auch dem Platzbedarf in der Wohnung, dem Portemonnaie und natürlich der Seele.

Unser Tipp:

Stimmt Ihre Hausratversicherung mit Ihrem aktuellen Hab und Gut überein? Eine Entrümplungsaktion bietet die Gelegenheit, sich eine Übersicht über den eigenen Hausrat zu verschaffen. So bleibt im Schadenfall zumindest Ihr Portemonnaie schadlos.

 

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Über
Melanie Schmid

Ich arbeite seit 2016 als Redaktorin in der Unternehmenskommunikation von Visana. Als «Schreiberling» gefällt mir, dass ich immer wieder zu neuen Themen recherchieren und meine eigenen Interessen einbringen kann, wie etwa im Bereich gesunde Ernährung. Mir ist genügend Bewegung wichtig, sei es auf einer Joggingrunde im Wald oder in einer Pilateslektion. Immer in Bewegung bin ich auch auf unserer Erdkugel: Ich liebe es, neue Länder und Kulturen zu entdecken.

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