Ana Ilak Fernandes / 06.11.2019

Warum eine Zeckenimpfung sinnvoll ist

Die Zeckenimpfung schützt vor einer Infektion mit dem FSME-Virus. Empfohlen wird die Impfung allen Personen ab sechs Jahren, die in einem Risikogebiet wohnen.

Das Thema Impfungen ist umstritten und gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen. Manche Impfungen werden von Ärztinnen und Ärzten jedoch ausdrücklich empfohlen. Eine davon ist die Zeckenimpfung, auch bekannt unter dem Namen FSME-Impfung. Warum aber sollte man sich ausgerechnet gegen Zecken impfen lassen? Zecken können verschiedene Erreger auf den Menschen übertragen und Krankheiten auslösen. Die zwei wichtigsten sind die Borreliose und die Zeckenenzephalitis, auch Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) genannt. Bei der Borreliose wird ein Bakterium und bei der FSME ein Virus übertragen. Während die Borreliose mit Antibiotika behandelt werden kann, gibt es für die FSME keine spezifische Behandlung, sondern nur eine Schutzimpfung. Weil die Infektion mit dem FSME-Virus zu einer Hirnhaut- oder Gehirnentzündung führen kann, erachtet das Bundesamt für Gesundheit die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis als sehr sinnvoll.

Der ideale Zeitpunkt für die Zeckenimpfung

Empfohlen wird die FSME-Impfung für alle Erwachsenen und Kinder ab sechs Jahren, die in einem Risikogebiet wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten. Zu den Risikogebieten gehört die ganze Schweiz mit Ausnahme der Kantone Genf und Tessin. Da Zecken besonders im Frühling, Sommer und Herbst aktiv sind, ist eine Impfung im Winter sinnvoll. Für eine vollständige Immunisierung braucht es drei Impfdosen: Die ersten zwei Injektionen werden im Abstand von einem Monat verabreicht. Danach ist man für eine begrenzte Zeit gut geschützt. Die dritte Impfung erfolgt fünf bis zwölf Monate nach der zweiten Dosis und gewährleistet zuverlässigen Schutz für viele Jahre. Wenn die Impfung vollständig abgeschlossen ist, also drei Dosen verabreicht wurden, ist eine Auffrischung ist nach zehn Jahren wieder fällig.

Gute Verträglichkeit, kaum Nebenwirkungen

Die Impfung wird sehr gut vertragen. Bei rund einem Drittel der Personen treten Rötungen, kleine Schwellungen oder Schmerzen an der Einstichstelle auf. Diese Reaktionen verschwinden nach ein bis zwei Tagen. In seltenen Fällen kann es vorübergehend zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Müdigkeit kommen.

 

Im zweiten Teil erfahrt Ihr, wie sich die Symptome von Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis unterscheiden.

Was bezahlt Visana?

Wenn Sie sich von Ihrem Arzt impfen lassen möchten, so übernimmt Visana die Kosten abzüglich Franchise und Selbstbehalt im Rahmen der Grundversicherung, sofern Sie in einem Gebiet mit Impfempfehlung wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten (alle Kantone ausser Genf und Tessin). Lassen sie sich lieber in der Impf-Apotheke impfen, brauchen sie hierfür eine ärztliche Verordnung, damit die Kosten aus der Zusatzversicherung Ambulant (90% bis zum vertraglich vereinbarten Höchstbetrag) rückvergütet werden. Ist die Impfung aus beruflichen Gründen empfohlen (z.B. Förster), geht sie zu Lasten des Arbeitgebers.

Über
Ana Ilak Fernandes

Seit einigen Jahren arbeite ich für Visana und durfte bereits in verschiedenen Bereichen tätig sein. Seit 2012 darf ich mich im Bereich online Marketing austoben. Begriffe wie Programmatic Buying, Social Media oder Leadgenerierung gehören zu meinem Berufsalltag. Der Bereich entwickelt sich rasant weiter und hält täglich spannende Innovationen bereit. Der kontinuierliche Wandel mit neuen Möglichkeiten und vor allem die Messbarkeit der umgesetzten Massnahmen machen meinen Job besonders spannend. Neben meinem Beruf bin ich Mama von 2 kleinen Rackern. Hier spielen die Themen Spass an Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und natürlich die Gesundheit eine wichtige Rolle. 

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