Jeannine Buri / 10.06.2020

Das Visana Büro der Zukunft

Bei Visana wird nicht erst seit Corona mit neuen Arbeitsformen experimentiert. Zwei Teams machten sich Anfang Jahr auf die Suche nach dem Büro der Zukunft.

Der industrielle und technologische Fortschritt der letzten 200 Jahre hat unsere Arbeitsstruktur verändert. Heute können wir – je nach Tätigkeit – mobil und ortsungebunden arbeiten. Sei es im Homeoffice, in einem Co-Working-Space oder im Lieblingscafé. Auch bei Visana wird mit neuen Arbeitsformen experimentiert. Und dies nicht erst seit Corona. Anfang Jahr hatten zwei Teams unabhängig voneinander den gleichen Gedanken: Wie sieht unser Büro der Zukunft aus?


Um dies herauszufinden, wagten sie ein Experiment. Sie lösten ihre bisherigen Arbeitsplätze auf und testeten neue Arbeitsformen. 
 

Vom Einzelkämpfer zum Teamsportler

Das Führungsteam des Ressorts Informatik und Infrastrukturmanagement räumte ihre fünf Einzelbüros und zog in ein Grossraumbüro. Die Spielregeln waren von Anfang an klar: Jeder hat einen fixen Arbeitsplatz. Für Teamsitzungen ist der grosse Besprechungstisch ideal. Für Einzelgespräche gibt es neu einen separat buchbaren Besprechungsraum. Die Führungskräfte sehen in der neuen Bürogestaltung viele Vorteile. Christoph Lanz, Ressortleiter RIN, meint dazu: «Ich schätze die Arbeit in unserem neuen Büro sehr. Wir tauschen uns oft spontan aus, sind automatisch gut informiert und packen Themen rasch an. Generell fühle ich mich weniger als Einzelkämpfer – wir sind definitiv im Teamsport angekommen.»

Kreativraum und freie Pultwahl

Gleichzeitig befasste sich das Team Personalentwicklung mit modernen Arbeitsformen und hat seine vier Büros neu organisiert. Die bisherigen Arbeitsplätze wurden in zwei Büros zusammengelegt. Dafür stehen dem zehnköpfigen Team in den frei gewordenen Räumlichkeiten nun ein Kreativraum für Sitzungen oder Brainstormings sowie ein Fokusraum als Einzelarbeitsplatz und für Besprechungen zur Verfügung. Ebenfalls neu: Es gibt keine fixen Arbeitsplätze mehr – es herrscht freie «Pultwahl». Das bedeutet für die Mitarbeitenden, dass der Arbeitsplatz am Ende der Woche oder bei Abwesenheiten geräumt sein muss, damit sich jemand anderes dort einrichten kann. Auf persönliche Fotos und Gegenstände wird entweder verzichtet – oder man räumt sie jedes Mal weg. Die Umstellung fiel nicht allen Mitarbeitenden gleich leicht. Man muss loslassen und sich neu orientieren. Rahel Bodor, Ausbilderin HR PE: «Nach acht Jahren am selben Arbeitsplatz hat es mich Überwindung gekostet, mich auf eine neue Bürosituation einzulassen und meinen Arbeitsplatz aufzugeben. Die Rücksichtnahme auf die individuellen Bedürfnisse und die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung beim «Umbau» haben mich motiviert und mir den Wechsel erleichtert. Die Vorteile überwiegen: Die Kommunikation im Team ist viel besser und die neuen Räume geben neue Möglichkeiten.» 

Papierlos unterwegs

Das Ausmisten hatte aber auch etwas Gutes. Die Mitarbeitenden konnten viel Ballast und Papier loswerden. Sonja Strangis, Leiterin interne Ausbildung, findet lobende Worte: «Durch den regelmässigen Wechsel meines Arbeitsplatzes bin ich nun fast komplett papierlos unterwegs. Die Mäppli mit gesammelten Unterlagen der letzten Tage und Wochen sind von meinem Bürotisch verschwunden. Heute habe ich nicht mehr nur meine zwei Bürogspändli, sondern sitze immer wieder neben anderen Kolleginnen und Kollegen. Dies hat den Austausch und den Zusammenhalt im Team gestärkt.»

Gibt es das perfekte Büro überhaupt?

Beide Teams ziehen nach den ersten Monaten ein positives Fazit, etwa was den besseren Teamzusammenhalt betrifft. Doch das perfekte Büro existiert vielleicht gar nicht. Vielmehr hat das Büro der Zukunft verschiedene Formen, die je nach Bedürfnis ganz unterschiedlich ausfallen. Wichtig ist, die neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu testen. So findet man am ehesten heraus, was funktioniert. Auch Homeoffice gehört dazu. Spätestens seit Corona sind unsere Mitarbeitenden Homeoffice-Profis. Dies ist auch weiterhin möglich, wo es machbar und sinnvoll ist. 

Möchten auch Sie im Visana Büro der Zukunft arbeiten? Werfen Sie einen Blick auf unser Jobportal. Wir suchen immer wieder neue Talente. 

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Über
Jeannine Buri

Seit 2016 unterstütze und begleite ich als HR Business Partner unsere Führungskräfte und Mitarbeitenden in allen HR-spezifischen Themen. Mein berufliches „zu Hause“ sind die Human Resources von Visana. Der wertschätzende Umgang und die lebhafte Atmosphäre haben mich von Anfang an überzeugt und entsprechen mir als Mensch, wie auch meiner Funktion. Unser internes Weiterbildungsangebot ist ein grosser Pluspunkt. Es unterstützt uns aktiv und macht uns fit für die Herausforderungen von heute wie auch morgen. Den Kopf lüfte ich gerne auf dem Tennisplatz und als Walliserin trifft man mich im Winter sowieso auf der Skipiste an.

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