Melanie von Arx / 19.07.2021

Zu viel Sonne? Reaktion Sonnenallergie.

Umgangssprachlich ist jede Reaktion der Haut nach längerem Sonnenkontakt eine Sonnenallergie. Doch das stimmt nicht wirklich. Wir unterscheiden diverse sonnenbedingte Erkrankungen.

Sommer, Sonne, Freude. Der Sommer ist für viele Schweizerinnen und Schweizer die liebste Jahreszeit – und die Sonne trägt viel zur guten Laune bei. Auch bei Ihnen? Doch die Sonne ist nicht ungefährlich. Viele Menschen kämpfen mit sonnenbedingten Hautreaktionen. Wir haben die wichtigsten zusammengefasst.

Sonnenallergie = verschiedene Erkrankungen

Unter «Sonnenallergie» werden umgangssprachlich verschiedene Erkrankungen mit unterschiedlichen Symptomen zusammengefasst. Allen Erkrankungen ist gemeinsam, dass sie durch eine erhöhte Sonnenbelastung der Haut auftreten.

  Polymorphe Lichtdermatose
 

Häufigste Erkrankung, die hauptsächlich hellhäutige Menschen betrifft (20 bis 30 Prozent der Mitteleuropäer sind betroffen). Die Symptome sind Juckreiz, fleckenartige Rötungen, Bläschen, Knötchen oder Blasen sowie eine Schwellung der Haut. Davon sind nur sonnenexponierte Stellen wie etwa das Dekolletee betroffen.

 

Meiden Sie die Sonne und tragen Sie einen Sonnenschutz, das schafft Linderung. Oftmals gewöhnt sich der Körper schrittweise an die Sonne, so dass er mehr Sonnenlicht erträgt.

  Mallorca-Akne
 

Entsteht durch fetthaltige Sonnencreme oder körpereigenen Talg und UV-A-Strahlen. Meist leiden Menschen mit fettiger Haut an der Erkrankung. Akne-ähnliche Pusteln treten in den Frühlings- und Sommermonaten auf und klingen später im Jahr von selbst wieder ab.

 

Meiden Sie die Sonne und verwenden Sie keine ölhaltige Sonnencreme.

  Phototoxische oder photoallergische Reaktion
 

Seltene Form der Hautreaktion, die in Zusammenspiel mit Medikamenten oder chemischen Substanzen wie solchen in Parfüms auftritt. Die Symptome sind Juckreiz, brennender Schmerz, Rötungen, Bläschen oder Blasen – ähnlich einem Sonnenbrand. Wird die Sonne gemieden, klingen die Beschwerden rasch ab. Nach dem Abheilen der Blasen kann sich eine starke Pigmentierung zeigen.

 

Meiden Sie die auslösenden Substanzen.

  Lichturtikaria
 

Diese Form von Nesselfieber wird durch Licht (insbesondere Sonnenlicht) ausgelöst. Kurz nach Sonnenkontakt treten juckende Quaddeln auf, die aber rasch wieder abklingen.

 

Verwenden Sie Sonnencreme und halten Sie allgemeine Sonnen-Schutzmassnahmen ein.

Lieber Schatten als Sonne

So schön die Sonne auch ist – ein guter Sonnenschutz ist wichtig. Seien es lange Kleidung, Hüte, Sonnenbrille oder Sonnencreme.

 

Wichtig: Setzen Sie die Haut nicht längere Zeit der direkten Sonneneinstrahlung aus. In der Badi ist es im Schatten unter einem Baum genauso schön, wie auf der Liegewiese. Unter zu viel Sonne leiden nicht nur diejenigen, die mit einer der genannten Reaktionen zu kämpfen haben. Bei uns allen kann die Sonneneinstrahlung einen Sonnenbrand zur Folge haben. Langfristig steigt damit das Risiko, an bösartigem Hautkrebs zu erkranken. Und das will wirklich niemand.

So schützen wir uns vor der Sonne

  • Sonnencreme grosszügig verwenden und Eincremen wiederholen
  • Pralle Sonne vermeiden (Schatten, Sonnenschirm bevorzugen)
  • Zwischen 11 und 16 Uhr im Schatten bleiben
  • Sonnenhut (mit Nackenschutz), Sonnenbrille und entsprechende Kleidung tragen (langärmlig und/oder mit UV-Schutz)
  • Haut langsam an die Sonne gewöhnen
  • ABC-Regel befolgen: A=Ausweichen, B=Bekleiden, C=Cremen
  • Viel trinken

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Über
Melanie von Arx

Ich arbeite seit 2016 als Redaktorin in der Unternehmenskommunikation von Visana. Als «Schreiberling» gefällt mir, dass ich immer wieder zu neuen Themen recherchieren und meine eigenen Interessen einbringen kann, wie etwa im Bereich gesunde Ernährung. Mir ist genügend Bewegung wichtig, sei es auf einer Joggingrunde im Wald oder in einer Pilateslektion. Immer in Bewegung bin ich auch auf unserer Erdkugel: Ich liebe es, neue Länder und Kulturen zu entdecken.

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