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Zu viel Sonne? Reaktion Sonnenallergie.

Patrizia Catucci
Patrizia Catucci
Ist jede Reaktion der Haut nach längerem Sonnenkontakt eine Sonnenallergie? Nein, nicht unbedingt. Wir unterscheiden diverse sonnenbedingte Erkrankungen.

Ich bin dann mal draussen! Der Sommer ist für viele Schweizerinnen und Schweizer die liebste Jahreszeit – und die Sonne trägt viel zur guten Laune bei. Doch die Sonne ist nicht ungefährlich.

Viele Menschen kämpfen mit sonnenbedingten Hautreaktionen

Eine Sonnenallergie kann sich unterschiedlich äussern und die Symptome können variieren. Typische Anzeichen sind:

 

  • Ausschlag
  • Bläschen oder Pusteln
  • Hautreizungen
  • Hautrötungen
  • Juckreiz
  • Schwellungen der Haut 

 

Die Symptome treten normalerweise am Brustausschnitt, an den Armen, den Handrücken und Beinen sowie an Rumpf und Gesicht auf. Allen Erkrankungen ist gemeinsam, dass sie durch eine erhöhte Sonnenbelastung der Haut auftreten.

 

Die häufigsten sogenannten Sonnenallergien haben wir kurz zusammengefasst. Ausserdem geben wir Tipps auf was man achten sollte:

Polymorphe Lichtdermatose

   
 

Die am weitesten verbreitete Erkrankung, die vor allem hellhäutige Menschen trifft. Das «Sonnen-Ekzem» wird überwiegend durch UV-A-Strahlung respektive ein zu starkes Aussetzen der Haut, also durch zu viel Sonnenlicht, ausgelöst.  

  Was kann ich dagegen tun?
 

Die Sonne meiden und einen Sonnenschutz tragen, schafft Linderung. Unbedingt Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor sowie UV-A- und UV-B-Filter verwenden. Bei einem geplanten Aufenthalt in der Sonne auf Kosmetika verzichten. Oftmals gewöhnt sich der Körper schrittweise an die Sonne, so dass er mehr Sonnenlicht erträgt.

Mallorca-Akne

   
 

Sie entsteht durch fetthaltige Sonnencreme oder körpereigenen Talg und UV-A-Strahlen. Meist leiden Menschen mit fettiger Haut an der Erkrankung. Akne ähnliche Pusteln treten in den Frühlings- und Sommermonaten auf und klingen später im Jahr von selbst wieder ab. Typisch für die Mallorca-Akne ist neben einem starken Juckreiz auch die rote Umrandung der Fläche. 

  Was kann ich dagegen tun?
 

Die Dauer eines Sonnenbads zu Beginn des Sommers nur langsam erhöhen und die direkte Mittagssonne meiden.  Keine ölhaltige Sonnencreme verwenden. Nicht kratzen – das verstärkt den Juckreiz und kann Vernarbungen fördern.

Phototoxische oder photoallergische Reaktion

   
 

Seltene Form der Hautreaktion, die in Zusammenspiel mit Medikamenten oder chemischen Substanzen wie solchen in Parfüms auftritt. Die Symptome sind Juckreiz, brennender Schmerz, Rötungen, Bläschen oder Blasen – ähnlich einem Sonnenbrand. Wird die Sonne gemieden, klingen die Beschwerden rasch ab. Nach dem Abheilen der Blasen kann sich eine starke Pigmentierung zeigen.

  Was kann ich dagegen tun?
 

Reaktion auslösende Substanzen meiden und auf Sonnenschutz und Après-Pflege ohne Fette, Emulgatoren und Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe achten.

Lichturtikaria

   
 

Diese Form von Nesselfieber wird durch Licht (insbesondere Sonnenlicht) ausgelöst. Sogar durch ein Fensterglas kann es zu Reaktionen kommen, da UV-A-Strahlen und sichtbares Licht Glas durchdringen. Kurz nach Sonnenkontakt treten juckende Quaddeln auf, die aber rasch wieder abklingen.

  Was kann ich dagegen tun?
 

So schön die Sonne auch ist:  Ein guter Sonnenschutz – lange Kleidung, Hüte, Sonnenbrille und Sonnencreme – sind wichtig! Besuche bei Lichturtikaria/Nesselfieber auch nie ein Solarium.

Lieber Schatten als Sonne

Allgemein gilt: Setze die Haut nicht längere Zeit der direkten Sonneneinstrahlung aus. In der Badi ist es im Schatten unter einem Baum genauso schön, wie auf der Liegewiese an der prallen Sonne. Unter zu viel Sonne leiden nicht nur diejenigen, die mit einer der genannten Reaktionen zu kämpfen haben. Sich vor Sonnenbrand zu schützen ist ebenso wichtig, denn die Haut vergisst nie! Jeder Sonnenbrand kann das Risiko, an bösartigem Hautkrebs zu erkranken, erhöhen.

So schützt du dich vor der Sonne

  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfakor (LSF mindestens 30) grosszügig verwenden und das Eincremen wiederholen
  • Pralle Sonne meiden (Schatten, Sonnenschirm bevorzugen)
  • Zwischen 11 und 16 Uhr im Schatten bleiben
  • Sonnenhut (mit Nackenschutz), Sonnenbrille und entsprechende Kleidung tragen (locker, langärmelig, Baumwolle/Leinen und/oder mit UV-Schutz)
  • Haut langsam an die Sonne gewöhnen
  • Vor dem Sonnenbad keine Parfüms, duftstoffhaltigen Rasierwasser oder stark fetthaltige Lotionen anwenden.
  • ABC-Regel befolgen: A=Ausweichen, B=Bekleiden, C=Cremen
  • Viel trinken

Bitte beachte:

Wenn dir die Symptome nach dem Sonnenbad Sorgen bereiten und sie nicht von alleine verschwinden, kontaktiere bitte eine Ärztin oder einen Arzt.

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