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Stufe 5. Hausarbeit: Putzen Sie sich das Fett vom Leib

Staubsaugen hat denselben Trainingseffekt wie langsames Joggen. Verblüfft? Dann staunen Sie noch mehr: In diesem Blogbeitrag lernen Sie, wie Sie Ihren Putzplan gezielt für Ihre Fitness ausnützen können.

Aufräumen und Waschen sind eine Wohltat für Körper und Seele. Hört sich das in Ihren Ohren unglaubwürdig an? Dann sind Sie offenbar ein Putzmuffel.

 

Aber keine Sorge. Auf dieser Stufe von «Fitness light» lesen Sie, wie Sie zwei nicht von allen geliebte Tätigkeiten locker miteinander verbinden: Hausarbeiten und Sport.

Glaube versetzt Kilos

Die folgende Regel stammt nicht von Buddha oder Dalai Lama, sondern von seriösen Wissenschaftlern der Harvard-Universität: Wer sich bei der Hausarbeit immer wieder einredet, dass er oder sie dabei Sport treibt, nimmt ab. Das bewiesen die Forscher, indem sie 84 Zimmermädchen in zwei Gruppen teilten. Einer Gruppe erzählten sie von den positiven Auswirkungen ihrer Arbeit auf die Gesundheit, bei der anderen liessen sie diese Information aus. Das Ergebnis: In vier Wochen erhöhten die Reinigungskräfte der ersten Gruppe ihre Bewegung und damit ihr Wohlbefinden beim Putzen und verloren so im Durchschnitt ein Kilo Körpergewicht.

Vom Ämtliplan zum Fitnessplan

Sportwissenschaftler sind überzeugt, dass Hausarbeiten helfen können, den Körper in Form zu halten. Wer dabei gezielt vorgeht, seine Ämtchen im Haushalt beispielsweise auf einen halben Tag am Wochenende einplant und das alle zwei Wochen wiederholt, kann sich so gut und gerne zweimal den Gang ins Fitness sparen. Rechenbeispiel gefällig?

Fitnessplan Samstag

Ablauf Tätigkeit Kalorien verbrannt* myPoints
1. 30 Minuten Einkaufen gehen 90 -
2. 30 Minuten Kleider aufhängen 50 -
3. 30 Minuten Staubsaugen 130 164
4. 45 Minuten Wischen (Boden + Bad) 140 -
5. 30 Minuten Kochen 90 -
6.  Lasagne essen -540 -
7. 45 Minuten Fenster putzen 140 230
8. 30 Minuten Auto waschen 150 -
9.  30 Minuten Gartenarbeit 180 329
10. 30 Minuten Bügeln 80 -
11. 15 Minuten Bett frisch beziehen 70 -
Total: 5,25 Stunden 580 (ohne Lasagne:
1120)
329 Punkte (max.)

*Die Werte variieren je nach Person und hängen von Gewicht, Geschlecht, Grösse, Alter, Fitness und Intensität des Trainings ab. Hier wurde mit einem durchschnittlichen Mann (75kg, 45-jährig) gerechnet.

 

Selbst wer kein Auto und keinen Garten besitzt, verbraucht nach dieser Rechnung immer noch respektable 790 Kalorien – soviel wie nach 90 Minuten Gewichte stemmen im Gym. Während Staubsaugen und Fenster putzen den Oberkörper sowie die Koordination trainieren, stärkt Bügeln oder Gartenarbeit die Bauch-, Becken- und Rückenmuskulatur. Wem das zu wenig ist, kann zusätzlich beim Kleider aufhängen Kniebeugen und beim Wischen Liegestützen einbauen. So wird das Putzen zum Ganzkörpertraining und Sie kriegen das Fett in zweierlei Hinsicht weg. 

Pump up the volume

Damit die Arbeit im Haushalt sowohl motiviert als auch Spass macht, empfehlen viele Psychologen, dabei laut Musik zu hören. Das lässt die Zeit im Flug vergehen und animiert nebenbei zum Tanzen, was zusätzliche Kalorien verbrennt.

 

Zu guter Letzt freut es nicht nur Sie, dass die Wohnung wieder glänzt. Auch Ihre Mitbewohner werden Sie für Ihren Einsatz loben. Das fühlt sich gut an – aus Ihnen könnte doch noch ein richtiger Putzteufel werden. 

Fitnessplan light, Stufe 5 – das können Sie sofort umsetzen:

Reissen Sie Ihren Ämtliplan vom Chuchichäschtli und kreieren Sie daraus Ihren persönlichen Fitnessplan. Berücksichtigen Sie alle Aufgaben, die Sie regelmässig im Haushalt erledigen müssen. Wenn Sie Probleme haben mit der Umsetzung oder nach ein paar Wochen merken, dass Sie die Sache nicht richtig durchziehen, holen Sie Ihren Partner, Ihre Partnerin oder Ihre Mitbewohner dazu und schrubben Sie zusammen. Das erhöht den Spassfaktor und halbiert die Zeit.


Falls Sie nach spezifischen Übungen Ausschau halten, wie Sie Ihren Putzplan aufpeppen können, werfen Sie einen Blick in Anne-Marie Millard’s Buch «Putz dich schlank». Dorf finden Sie über 25 Workouts für im Haushalt. 

Tipp

Es lohnt sich, beim Putzen auf eine aufrechte Körperhaltung zu achten. Bei gewissen Arbeiten wie Bügeln oder Waschen kann es wiederum helfen, wenn Sie dabei in die Hocke gehen – das schont Ihren Rücken und trainiert zusätzlich den Hintern. 

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