Prämie berechnen

Prämienkorrektur

Ausgleich von Prämienungleichgewichten (gemäss Artikel 106 des Krankenversicherungsgesetzes KVG)

Das Eidgenössische Parlament hat am 21. März 2014 beschlossen, die in den Jahren 1996 bis 2013 aufgelaufenen kantonalen Prämienungleichgewichte in der sozialen Krankenversicherung teilweise auszugleichen. Die Ungleichgewichte resultieren aus dem Umstand, dass die Versicherten in einigen Kantonen anteilsmässig mehr an die Kosten der Grundversicherung bezahlt haben als die Versicherten in anderen Kantonen. Dies trotz Prämiengenehmigung durch das Bundesamt für Gesundheit. Die Krankenversicherer haben sich über all die Jahre stets an die rechtlichen Vorgaben der Prämiengestaltung gehalten.

Der Prämienausgleich der Vergangenheit erfolgt in den Jahren 2015 bis 2017 und ist abschliessend. Insgesamt wird ein Betrag von CHF 800 Millionen ausgeglichen, der wie folgt finanziert wird:

  • ⅓ mittels Umverteilung unter den Versicherten
  • ⅓ aus allgemeinen Steuergeldern des Bundes
  • ⅓ aus freien Reserven der Krankenversicherer

Berechnungsgrundlagen

Verantwortlich für die Berechnungen des Prämienausgleichs ist das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Die Zahlen des BAG sind für alle Krankenversicherer identisch und verbindlich. Die Krankenversicherer ihrerseits sind zuständig für die Umsetzung des Prämienausgleichs.
Massgebend für den Ausgleich der Prämienungleichgewichte ist Ihr gesetzlicher Wohnsitz ab dem 1. Januar 2015. Wo Sie diesen vorher hatten, ist für die Umverteilung unerheblich.

Was bedeutet das für Sie?

Je nachdem in welchem Kanton Sie am 1. Januar 2015 Ihren Wohnsitz haben, gehören Sie zu einer der folgenden Kantonsgruppen:

Kantonsgruppe 1 (AI, FR, GE, GR, TG, TI, VD, ZG, ZH): Prämiengutschrift

Wenn Sie am 1.1.2015 Ihren gesetzlichen Wohnsitz in einem der unter Kantonsgruppe 1 genannten Kantone haben, erhalten Sie im Juni 2015 eine einmalige Prämiengutschrift (zusammengesetzt aus einem Prämienabschlag und einer Prämienrückerstattung). Die Höhe ist für alle Versicherten pro Kanton gleich. Sie erhalten keine Gutschrift, wenn Sie den Wohnsitz vor diesem Stichtag in einen Kanton der Kantonsgruppen 2 oder 3 (siehe unten) verlegen.
Informationen über die Höhe der Prämiengutschrift erhalten Sie im Sommer 2015 von uns.

Kantonsgruppe 2 (AR, BE, BL, GL, JU, LU, NW, OW, SG, SH, SO, UR, VS): Prämienzuschlag

Wenn Sie Ihren gesetzlichen Wohnsitz ab dem 1.1.2015 in einem der unter Kantonsgruppe 2 genannten Kantone haben, müssen Sie einen monatlichen Prämienzuschlag bezahlen. Dieser entspricht höchstens dem Betrag, auf den Sie aufgrund der Rückverteilung der Umweltabgaben Anspruch haben. Dieser wurde vom Bundesamt für Umwelt für das Jahr 2015 auf CHF 5.20 pro Monat festgelegt. Der Prämienzuschlag wird jeweils mit der Prämie Ihrer obligatorischen Grundversicherung verrechnet und separat auf der Police ausgewiesen.
Die Ansätze für die vorstehend aufgeführten Kantone betragen je Monat:
AR, BE, BL, GL, JU, LU, NW, OW, SH, SO, UR: CHF 5.20
VS: CHF 4.70
SG: CHF –.75

Der Prämienzuschlag ist für jede versicherte Person pro Kanton gleich. Auch wenn Sie den Wohnsitz im Lauf des Jahres in einen Kanton der Kantonsgruppe 1 oder 3 verlegen, bleibt der Zuschlag für das gesamte Jahr bestehen!

Der Prämienzuschlag wird auf jeder KVG-Police mit einer zusätzlichen Zeile ausgewiesen: «Prämienzuschlag nach Art. 106 KVG»

Kantonsgruppe 3 (AG, BS, NE, SZ): vom Prämienausgleich nicht betroffen

Wenn Sie Ihren gesetzlichen Wohnsitz ab dem 1.1.2015 in einem der unter Kantonsgruppe 3 genannten Kantone haben, sind Sie vom Prämienausgleich nicht betroffen. Sie erhalten den ordentlichen Betrag der Rückverteilung der Umweltabgaben. Sie können diesen Ihrer KVG-Police entnehmen.