Visana-Gruppe mit sehr solider Basis - Keine Prämienerhöhungen bei den Zusatzversicherungen auf 2012

Bern, 19.04.2011 Die Visana-Gruppe weist für das Geschäftsjahr 2010 wiederum einen positiven Abschluss aus. Sie kann damit ihre bereits bestehende solide Basis trotz weiter steigender Gesundheitskosten stärken. Bei den meisten Zusatzversicherungen – insbesondere den Spitalzusatzversicherungen – kommt es bei Visana auf 2012 zu keinen Prämienerhöhungen.

Die weiter steigenden Gesundheitskosten hinterliessen jedoch – trotz reduzierten Verwaltungskosten und höheren Erträgen aus den Kapitalanlagen – ihre Spuren im Geschäftsergebnis 2010 der Visana-Gruppe: Dieses sank von 15,3 Mio. im Jahr 2009 auf 12,6 Mio. Franken.

„Schwarze Null“ in der Grundversicherung, ein Plus bei den Zusatzversicherungen

Die Visana Krankenversicherung weist mit einem Plus von 0,4 Mio. Franken gegenüber dem Vorjahr (0,3 Mio.) ein leicht verbessertes Ergebnis aus. Bei der Marke sana24 war aufgrund der gestiegenen Zahlungen in den Risikoausgleichsfonds ein Verlust von 2,9 Mio. Franken zu verzeichnen (Vorjahr minus 13,4 Mio.), der durch die Reserven gedeckt worden ist. Die Marke vivacare präsentiert ein Plus von 0,1 Mio. Franken gegenüber minus 4,0 im Vorjahr. Visana, sana24 und vivacare bieten die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) – auch Grundversicherung genannt – an.

Bei der Visana Versicherungen AG konnte der Unternehmenserfolg wie im Vorjahr bei 15,0 Mio. Franken gehalten werden. Die Visana Versicherungen AG ist Versicherungsträgerin für die Zusatz- und Sachversicherungen nach Versicherungsvertragsgesetz (VVG) sowie Versicherungen nach Unfallversicherungsgesetz (UVG).

Prämien 2012: Nullrunde bei den Zusatzversicherungen

Peter Fischer, der CEO der Visana-Gruppe, gab bereits bekannt, dass es bei den meisten Spitalzusatzversicherungen bei Visana auf 2012 zu keinen Prämienerhöhungen kommt. Dies gilt insbesondere für die Spitalzusatzversicherungsprodukte („Ganze Schweiz allgemein“, halbprivat und privat) sowie die Produkte Basic, Komplementär und Ambulant.

Noch keine Aussagen wollte Fischer zur Entwicklung der OKP-Prämien machen. Er begründete dies damit, dass noch zu viele unbekannte Faktoren die Prämien für das kommende Jahr beeinflussen. Wohl sei der Anstieg der Gesundheitskosten leicht gebremst worden, doch würden einzelne Kantone aufgrund der neuen, ab 2012 geltenden Spitalfinanzierung kantonale Kostenanteile von den Steuern auf die Prämien umlagern. Dieser Schritt werde dazu führen, so Fischer, dass die Prämienanpassungen in den einzelnen Kantonen sehr unterschiedlich ausfallen würden.

Warnung vor Überregulierung

Albrecht Rychen, der Verwaltungsratspräsident der Visana-Gruppe, bedauerte die gesundheitspolitische Reformblockade. Er warnte zugleich vor einer Überregulierung im schweizerischen Gesundheitswesen. Dieses basiere auf einem System des regulierten Wettbewerbes. Nun zeichne sich eine Tendenz zu einer Ausdehnung des regulierten Bereichs ab. Die Regulierungsoffensive des Eidgenössischen Departementes des Innern (EDI) und des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) gehe, so Rychen, zu weit. Für ihn ist die Priorität auf die Kostenseite zu legen, dort bestehe Handlungsbedarf.

Ausgebaute Position im Firmenkundengeschäft

Im Firmenkundengeschäft konnte Visana ihre Position ausbauen. Trotz eines weiterhin aggressiven Marktumfeld stieg die Zahl der Verträge von 13 900 auf 15 200. Damit einher ging eine Zunahme des Prämienvolumens (Krankentaggeld, UVG und UVG-Z) um 4,9 Prozent von 283,5 Mio. auf 297,4 Mio. Franken.

Visana: Gut dotierte Reserven

Die mit Abstand grösste der drei OKP-Marken die Visana-Gruppe, die Visana Krankenversicherung, weist für 2010 mit einem Plus von 0,4 Mio. Franken gegenüber dem Vorjahr (0,3 Mio. Franken) ein leicht höheres Ergebnis aus. Die KVG-Reserven liegen mit über 22,1 Prozent deutlich über den per Ende 2010 gesetzlich vorgeschriebenen 10 Prozent.

Unverändertes Ergebnis im Zusatzversicherungsgeschäft

Bei der Visana Versicherungen AG betrug der Unternehmenserfolg wie im Vorjahr 15,0 Mio. Franken. Das Versicherungsgeschäft schloss unter Berücksichtigung der Stärkung der versicherungstechnischen Rückstellungen mit minus 35,6 Mio. Franken ab (Vorjahr plus 17,7 Mio. Franken). Im Nichtversicherungsgeschäft stieg der Erfolg von 6,3 auf 61,9 Mio. Franken. Die Solvabilitätsvorschriften des Bundes werden von der Visana Versicherungen AG mehr als erfüllt.

Visana-Gruppe in Zahlen

(Geldwerte in Mio. Franken, jeweils per 31.12.)

  2008 2009 2010 +/- %
Verdiente Prämien
     Obligat. Krankenpflegevers.
     Zusatzversicherungen
2136
1395
742
2291
1547
744
2616
1756
860
14.2
13.5
15.6
Versicherungsleistungen 2263 2405 2557 6.3
Risikoausgleich 326 241 177 -26.6
Versicherungstechnisches Ergebnis 35.5 -7.3 -59,4 -
Nichtversicherungstechnisches Ergebnis -7.8 14.2 83,4 -
Unternehmensergebnis
     davon KVG
     davon VVG
23.7
0.7
23.0
15.3
0.3
15.0
12,6
-2,4
15,0
-
-
-
Reserven KVG (in % der Nettoprämien) 23.8 20.7 18,9 -
Eigenkapital VVG (in % der Nettoprämien) 19.6 18.9 16,3 -
Combined Ratio (%)
     davon KVG
     davon VVG
98.3
101.0
93.3
100.3
101.6
97.6
102,3
101,4
104,1
-
-
-
Anzahl Versicherte
     davon OKP
933 000
463 000
1 017 000
542 000
1 070 000
586 000
5,2
8,1
Mitarbeitende (Vollzeitstellen) 1062 1049 1045 -0,4

Visana - Krankenversicherung

Die Visana-Gruppe gehört zu den führenden schweizerischen Kranken- und Unfallversicherern. Sie bietet die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) nach Krankenversicherungsgesetz (KVG), Zusatz- und Sachversicherungen nach Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und Unfallversicherungen nach Unfallversicherungsgesetz (UVG) an. Visana versichert Privatkunden (Einzelpersonen und Familien) und Firmenkunden (Unternehmen, Institutionen und Verbände). Für Letztere bietet sie Lohnausfall- und Unfallversicherungen an. Insgesamt zählt die Visana-Gruppe über 1,1 Millionen Versicherte. Davon sind 567‘000 Personen bei Visana grundversichert. Am Hauptsitz in Bern und in rund 120 Aussenstellen in der ganzen Schweiz beschäftigt die Visana-Gruppe rund 1300 Mitarbeitende. Das Prämienvolumen beträgt rund 3,1 Milliarden Franken.

David Müller

Leiter Unternehmenskommunikation Direktwahl: 031 357 93 31 Mobile: 076 495 74 91