Gesundheitspolitische Standpunkte

Erfahren Sie in unseren Standpunkten, wie wir zu aktuellen politischen Entwicklungen im Schweizer Gesundheitswesen stehen.

Soviel vorweg: Das Schweizer Gesundheitswesen ist vorbildlich und bietet der Bevölkerung eine ausgezeichnete medizinische Versorgung. Dennoch stehen wir vor grösseren Herausforderungen. Wachsende Begehrlichkeiten, Fehlanreize und Ineffizienzen gefährden den Solidaritätsgedanken der Grundversicherung. Eine immer älter werdende Gesellschaft, die Zunahme chronischer Krankheiten sowie die stetig steigenden Gesundheitskosten erfordern Massnahmen. Unser Gesundheitswesen muss so ausgestaltet werden, dass die Kosten auch in Zukunft bezahlbar und die Qualität hoch bleiben.

Hier erklären wir Ihnen unsere Haltung zu den Chancen und Herausforderungen im Gesundheitswesen. Die gesundheitspolitischen Standpunkte werden stetig ergänzt und aktualisiert.

Krankenversicherer

Risikoausgleich zwischen den Krankenversicherern

Bern, 7. Dezember 2016 – Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat dem verfeinerten Risikoausgleich zugestimmt. Doch wozu braucht es einen Risikoausgleich, und wieso wird eine Verfeinerung angestrebt?

Unerwünschte Werbeanrufe

Bern, 7. Dezember 2016 – Unerwünschte Werbeanrufe sind ein Ärgernis für die Angerufenen und für die Krankenversicherer. Meist sind es dubiose, aggressiv-auftretende Vermittler, die aus dem Ausland stammen, mit falschen Angaben operieren und behaupten, sie würden mit einem bestimmten Versicherer zusammenarbeiten. In dessen Namen geben sie dann auch unhaltbare Prämienversprechen für die obligatorische Grundversicherung ab.

Versicherungsvertragsgesetz (VVG)

Bern, 11. November 2016 – Das Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) ist am 1. Januar 1910 in Kraft getreten. Es regelt als Spezialgesetz die Vertragsbeziehungen zwischen Privatversicherungsunternehmen und Kunden. Visana befürwortet eine Teilrevision.

Trennung von Grund- und Zusatzversicherung

Bern, 8. Dezember 2015 – Der Bundesrat schlägt in seinem Reformprojekt vor, dass die Grund- und Zusatzversicherungen strikt zu trennen seien. Informationsbarrieren sollten den Datenaustausch zwischen den beiden Versicherungsbereichen verunmöglichen. Wie die Gesamtbranche lehnt auch Visana die Vorlage ab, da die Trennung unnötig, teuer und nicht im Interesse der Versicherten ist.

Krankenversicherungs-Aufsichtsgesetz (KVAG)

Bern, 11. September 2015 – Bessere Kontrolle und mehr Transparenz – das sind zwei Ziele, die der Bundesrat mit dem KVAG erreichen will. Visana unterstützt die stärkere Aufsicht, wehrt sich aber entschieden gegen weitere Verschärfungen auf Verordnungsstufe. Das würde dem Willen des Gesetzgebers, dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit und den Interessen der Versicherten widersprechen.

Anhörung zur Krankenversicherungsaufsichtsverordnung (KVAV)

Bern, 7. Juli 2015 – Visana lehnt den Entwurf zu Krankenversicherungsaufsichtsverordnung (KVAV) in der vorliegenden Form ab. Er widerspricht in weiten Teilen dem Willen des Gesetzgebers, dem Willen des Volkes, den Prinzipien der Verhältnismässigkeit sowie den Interessen der Versicherten.

Änderung KVG betreffend Prämienkorrektur

Bern, 30. Mai 2014 – Am 15. Februar 2012 hat der Bundesrat dem Parlament eine Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) zugeleitet.

Ärzte

Zulassungssteuerung für Spezialärzte

Bern, 3. März 2016 – In der Schweiz herrscht in der ärztlichen Grundversorgung ein Mangel in ländlichen und dünn besiedelten Gebieten und eine Überversorgung mit Spezialärzten in den Städten, Agglomerationen und Grenzkantonen.

Spitäler

Spitalstandortinitiative (Kanton Bern)

Bern, 27. November 2016 – Am Sonntag, 27. November 2016, fand im Kanton Bern die Volksabstimmung zur «Spitalstandortinitiative» statt. Die Vorlage will die Standorte und die Leistungen der öffentlichen Spitäler im Kanton Bern für mindestens acht Jahre im Gesetz festschreiben. Dies führt zu Mehrkosten, gefährdet die Qualität der Gesundheitsversorgung und schränkt die unternehmerische Freiheit der Spitäler ein.

Spitalversorgungsgesetz des Kantons Bern (SpVG)

Bern, 14. Juni 2013 – Der Regierungsrat des Kantons Bern will weiterhin die Versorgungssicherheit und Kostenkontrolle gewährleisten und den beruflichen Nachwuchs sicherstellen. Visana beurteilt die gesundheitspolitische Strategie der Gesundheitsdirektion und des Regierungsrates als nicht zielführend, wettbewerbsfeindlich, unnötig planwirtschaftlich.

Gesundheitspolitik allgemein

Prämienpolitik in der obligatorischen Grundversicherung

Bern, 8. Dezember 2016 – Krankenversicherungsprämien sind der Spiegel der Gesundheitskosten. Dennoch werden sie in der Öffentlichkeit als massgebende gesundheitspolitische Grösse wahrgenommen, obwohl die Gesamtausgaben für das Gesundheitswesen fast dreimal höher sind als die Prämien. Visana fordert deshalb in Politik und Gesellschaft primär eine Kostendiskussion statt eine Prämiendiskussion.

Medikamentenpreise

Bern, 8. Dezember 2016 – Medikamente haben für das Gesundheitswesen sowohl auf der Nutzen- wie auch auf der Kostenseite eine grosse Bedeutung. Sie können Krankheiten heilen oder lindern, Spitalaufenthalte vermeiden oder verkürzen. Auf der anderen Seite entfallen knapp 10 Prozent der nationalen Gesundheitsausgaben auf Medikamente. Visana fordert eine differenzierte Sicht auf das Thema.

Netzwerk statt Zentrum für Qualität

Bern, 16. November 2016 – Ein qualitativ hochwertiges, leistungsfähiges und wettbewerbsorientiertes Gesundheitswesen liegt im Interesse aller Beteiligten, insbesondere der Versicherten und Patienten. Visana unterstützt Qualitätsverbesserungen, lehnt aber ein neues und teures Bundesinstitut ab und fordert die Stärkung der bestehenden, bewährten Qualitätsinstitutionen.

Finanzierung der Gesundheitsleistungen aus einer Hand (Monismus)

Bern, 27. Oktober 2016 – Die heute ungleiche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen schafft falsche Anreize, die mit einen monistischem Finanzierungssystem ausgeschalten werden könnten. Gleichzeitig würde eine höhere Transparenz ermöglicht. Visana befürwortet den Grundsatz einer homogenen Finanzierung der stationären und ambulanten Leistungen.

Unfallversicherungsgesetz (UVG)

Bern, 21. September 2016 – Das Bundesgesetz über die Unfallversicherung ist 1984 in Kraft getreten. Als älteste Sozialver-sicherung regelt es die Versicherungsleistungen für Berufs- und Nichtberufsunfälle. Visana unterstützt die aktuelle Teilrevision, die auf einen gemeinsamen Vorschlag der Sozialpartner, der Suva und der Privatversicherer zurückgeht.

Gesundheit2020

Bern, 30. Mai 2016 – Der Bundesrat hat am 23. Januar 2013 den Bericht „Gesundheit2020“ verabschiedet. Darin legt er die Prioritäten der Schweizer Gesundheitspolitik für acht Jahre fest. Visana beurteilt die gesundheitspolitische Strategie 2020 insgesamt als zu staatslastig. Weder finden sich Anreize zu wirtschaftlichem Verhalten noch Wettbewerbselemente.

Änderung des Heilmittelgesetzes (HMG)

Bern, 18. März 2016 – Das Heilmittelgesetz soll gewährleisten, dass nur qualitativ hochstehende, sichere und wirksame Heilmittel in den Umlauf gelangen. Oberstes Ziel ist die Patientensicherheit. Visana unterstützt die Vorlage.

Reserven in der obligatorischen Grundversicherung

Bern, 3. Juni 2015 – Versicherer müssen jederzeit in der Lage sein, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Für bereits eingetretene Krankheiten und zur Sicherstellung der längerfristigen Zahlungsfähigkeit bilden sie ausreichende Reserven. Visana gehört zu den drei am solidesten finanzierten Krankenversicherern. Das hat der KVG-Solvenztest bestätigt.

Archiv

Ausbildungsplätze in der Humanmedizin (Ärztemangel)

Bern, 28. Oktober 2014 – Die Initiative verlangt einen neuen Art. 63b „Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten“ in der Bundesverfassung. Bund und Kantone sollen gezwungen werden, so viele Ausbildungsplätze zu schaffen, damit der landesweite langfristige Bedarf gedeckt werden kann. Visana lehnt die Volksinitiative „Mehr Ausbildungsplätze in der Humanmedizin – Stopp dem drohenden Ärztemangel“ ab.

Eidgenössische Volksinitiative „Für eine öffentliche Krankenkasse“

Bern, 28. September 2014 – Die Initiative "Für eine öffentliche Krankenkasse" ist in der eidgenössischen Volksabstimmung vom 28. September 2014 von 62 Prozent der Stimmenden und in 19 von 23 Kantonen deutlich verworfen worden.

Medizinische Grundversorgung

Bern, 19. Mai 2014 – Der Bundesbeschluss über die medizinische Grundversorgung (direkter Gegenentwurf zur Volksinitiative "Ja zur Hausarztmedizin"), ist in der eidgenössischen Volksabstimmung vom 18. Mai 2014 von allen Ständen und 88 Prozent der Stimmenden massiv gutgeheissen worden.

Vernünftige Finanzierung der Gesundheitskosten

Bern, 18. März 2014 – Die eidgenössische Volksinitiative „Für eine vernünftige Finanzierung der Gesundheitskosten” ist am 28. August 2012 lanciert worden. Die Sammelfrist ist am 28. Februar 2014 abgelaufen. Gemäss Bundeskanzlei hat die Volksinitiative innerhalb dieser Frist die nötige Unterschriftenzahl nicht erreicht. Sie ist damit gescheitert.

Präventionsgesetz

Bern, 28. September 2012 – Der Bundesrat hat am 30. September 2009 den Entwurf zum Bundesgesetz über Prävention und Gesundheitsförderung (Präventionsgesetz) und die dazugehörende Botschaft zuhanden des Parlaments verabschiedet. In der Folge hat ein mehrjähriges parlamentarisches Seilziehen eingesetzt. In der Herbstsession 2011 ist die Vorlage im Ständerat gescheitert.

Neue Spitalfinanzierung

Bern, 20. September 2012 – Die Vorlage ist am 1. Januar 2009 in Kraft getreten. Die wesentlichen Neuerungen wurden nach einer dreijährigen Übergangsfrist per Anfang 2012 wirksam.

Managed Care

Bern, 20. September 2012 – In der eidgenössischen Volksabstimmung vom 17. Juni 2012 scheiterte die komplexe Vorlage deutlich mit einem Stimmenverhältnis von 3 zu 1 und in allen Kantonen. Massgebend für das Scheitern war die Furcht der Stimmberechtigten vor der Einschränkung der freien Arztwahl.