Berner Spitäler und Krankenversicherer suchen praktikable Lösung - Gemeinsamer Vorgehensvorschlag zur Spitalversorgungsplanung

Berne, 24 févr. 2011 Ce texte n'existe qu'en allemand.

Kanton Bern im Dilemma

Das revidierte Krankenversicherungsgesetz (KVG) verpflichtet den Kanton, ab 2012 in der stationären Versorgung gleichzeitig Markt- und Wettbewerbselemente zu berücksichtigen sowie einen gesetzlichen Planungsauftrag zu erfüllen. Die mit der Umstellung des Abgeltungsmodells auf Fallpauschalen (DRG) befürchteten Mehrkosten für den Steuerzahler als Folge einer Mengenausweitung will der Kanton durch eine nicht KVG-konforme Mengen- und Leistungszuteilung an die einzelnen Leistungserbringer steuern.

Sowohl die öffentlichen und privaten Berner Spitäler als auch die Krankenversicherer Visana, KPT, innova und atupri erachten dieses Vorgehen als nicht umsetzbar. Es würde dazu führen, dass Lösungen auf dem Gerichtsweg erzwungen werden müssten, was lange dauert und viel Geld kostet. Die Spitallandschaft Schweiz befindet sich an einem Scheideweg. Rechtssicherheit ist sowohl für die Spitäler zwingende Voraussetzung, damit sie und der ganze Spitalstandort Bern sich im Wettbewerb behaupten können, als auch für die Krankenversicherer bei der Festlegung der Prämien 2012.

Systemkonforme Übergangslösung für 2012–14

Zur Vermeidung einer für alle Beteiligten unbefriedigenden Pattsituation mit Zementierung des Status Quo schlagen die öffentlichen und privaten Berner Spitäler als auch die Krankenversicherer Visana, KPT, innova und atupri eine Mengensteuerung vor, die sich an der bisherigen Praxis der kantonalen Gesundheitsdirektion gegenüber den Regionalen Spitalzentren (RSZ) und dem Inselspital orientiert.

Die beteiligten Partner sind der Ansicht, dass dieses System den berechtigten Anforderungen einer Planungsbehörde gerecht wird. In den Leistungsverträgen sollen Struktur- und Prozessqualitätsmerkmale vorgesehen und der Gefahr einer Mengenausweitung begegnet werden, ohne dabei aber das Angebotsportfolio der einzelnen Leistungserbringer im Detail zu regeln.

Wichtigstes Anliegen der Berner Spitäler und der Krankenversicherer Visana, KPT, innova und atupri ist die integrale Mengenzuteilung an die Leistungserbringer, die sich an den aktuellen Vergangenheitsleistungen orientiert. Planungsgrösse ist der «Casemix», der einfach plan- und beobachtbar ist und jährlich angepasst werden soll.

Regulierter Wettbewerb im Interesse von Patienten, Prämien- und Steuerzahlern

Ungeplante Mehrleistungen – das heisst ein Überschreiten des «Casemix» – werden mit einem zu verhandelnden Rabatt auf der Baserate entschädigt. Der Rabatt richtet sich nach den variablen Kosten des Spitals, da sämtliche Fixkosten mit dem ordentlichen Tarif und dem geplanten «Casemix» abgedeckt werden.

Damit wird verhindert, dass Spitäler während der Übergangsphase von einer ungerechtfertigten Mengenausweitung überproportional profitieren. Gleichzeitig spielt der vom KVG vorgesehene Wettbewerb, und die Spitäler riskieren nicht, Patienten abweisen zu müssen, weil sie die ihr für das entsprechende Jahr zugeteilten Mengen überschritten haben.

Überzeugender Vorschlag

Mit diesem Modell sollen die in der Vergangenheit unergiebigen Diskussionen über die Spitalliste und die Mengenzuteilung umgangen werden. Gleichzeitig wahrt der Kanton seine Planungshoheit und verfügt über ein wirksames Instrument, um seinen gesetzlichen Auftrag wahrzunehmen.

Erfolg für die Spitäler verspricht nicht eine unerwünschte Mengenausweitung, sondern ein forciertes Wachstum in jenen Bereichen, in denen sie bereits Qualitäts- und Kostenführerschaft haben oder diese anstreben. Dies beschleunigt den gewünschten Strukturwandel in der Berner Spitallandschaft und ist sowohl im Interesse der Patientinnen und Patienten als auch der Prämien- und Steuerzahlende

Die vorgesehene Übergangszeit von drei Jahren soll sowohl nach Ansicht der öffentlichen und privaten Spitäler im Kanton als auch der Krankenversicherer Visana, KPT, innova und atupri dazu genutzt werden, um die Preise der Berner Spitäler dem schweizerischen Durchschnitt anzupassen.

Für Medienauskünfte

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Le groupe Visana en quelques mots

Le groupe Visana fait partie des leaders parmi les assureurs-maladie et accidents en Suisse. Il propose l’assurance obligatoire des soins (AOS) selon la loi sur l’assurance-maladie (LAMal), des assurances-maladie complémentaires et assurances de choses selon la loi sur le contrat d’assurance (LCA) ainsi que des assurances-accidents selon la loi sur l’assurance-accidents (LAA). Visana assure une clientèle privée (personnes individuelles et familles) de même qu’une clientèle entreprises (entreprises, institutions publiques et associations). Pour cette dernière, elle propose des assurances-accidents et de perte de salaire. Le groupe Visana compte au total près de 1,1 million d’assurés/es, dont 567 000 personnes sont assurées auprès de Visana pour l'assurance de base. Entre le siège principal à Berne et environ 120 agences partout en Suisse, le groupe Visana emploie près de 1300 collaboratrices et collaborateurs. Le volume des primes s’élève à environ 3,1 milliards de francs.

David Müller

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