Neue Spitalfinanzierung ab 2012: Übereinstimmung zwischen GEF und vier Krankenversicherern

Bern, 28-set-2010 GEMEINSAME MEDIENMITTEILUNG DER GESUNDHEITS- UND FÜRSORGEDIREKTION UND DER KRANKENVERSICHERER HELSANA, KPT, SANITAS UND VISANA

Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF) und die Krankenversicherer Helsana, KPT, Sanitas und Visana sind sich einig über das Vorgehen bei der Einführung der neuen Spitalfinanzierung ab 2012. Sie haben dazu ein gemeinsames Positionspapier erstellt.

Das revidierte Krankenversicherungsgesetz (KVG) verlangt, dass ab 2012 stationäre Spitalbehandlungen vom Wohnkanton des Patienten und seiner Krankenversicherung nach einem schweizweit einheitlichen Tarifsystem vollumfänglich, gemeinsam und zu fixen Teilen bezahlt werden (Kanton mindestens 55 Prozent, Krankenversicherer höchstens 45 Prozent). Kanton und Versicherer werden zu „vereinten Finanzierern“ von Spitalleistungen. Die bisherigen Systeme von öffentlicher Subventionierung und Kostenbeteiligung durch die Grundversicherung fallen dahin. 

 

Die GEF und die vier Krankenversicherer Helsana, KPT, Sanitas und Visana haben sich auf zentrale Grundsätze bei der Umsetzung der neuen Spitalfinanzierung geeinigt und das gemeinsame Verständnis in einem Grundsatzpapier festgehalten. Die Kernpunkte in Kürze:

Grundsätzliches Rollenverständnis

Tarifpartner im neuen System sind die Spitäler und die Versicherer. Sie verhandeln einzeln oder im Verband mit den Spitälern die Tarife. Der Kanton ist und bleibt Genehmigungsbehörde oder Festsetzungsinstanz. Er überlässt den Tarifpartnern die Tarifverhandlungen und mischt sich nur dann ein, wenn die Tarifpartner dies gemeinsam wünschen. Die Verhandlungen sollen jeweils Mitte Jahr abgeschlossen sein, damit die Resultate in die Prämienkalkulationen für das Folgejahr einfliessen können.

Rechnungskontrolle: Kerngeschäft der Versicherer

Die Prüfung der Spitalrechnung ist ein Kerngeschäft der Versicherer. Die GEF verzichtet auf eigenständige Rechnungskontrollen über den kantonalen Finanzierungsanteil. Sie überlässt es den Versicherern, die gestellten Rechnungen im Vollbetrag zu prüfen. Die Versicherer müssen die hierzu notwendigen Informationen erhalten. Der Kantonsanteil soll nach Massgabe des Bescheids der Versicherer geleistet werden. Um die Liquidität der Spitäler zu sichern, wird der Kanton Akontozahlungen ausrichten, welche mit den Ergebnissen der Rechnungskontrolle verrechnet werden.

Sicherung des beruflichen Nachwuchs: eine Aufgabe des Kantons

Die Sicherung des Nachwuchses in den Gesundheitsberufen ist Aufgabe des Kantons. Die Versicherer anerkennen das so genannte „Berner Modell“ betreffend die Aus- und Weiterbildung in den Spitälern. Die gemeinsam festgelegten Beträge für die Ausbildungsleistung sind Bestandteil der Fallpreispauschalen, welche die obligatorische Grundversicherung und der Kanton gemeinsam finanzieren.

Il Gruppo Visana in breve

Il Gruppo Visana è uno degli assicuratori malattie e infortuni leader in Svizzera. Esso offre l’assicurazione obbligatoria delle cure medico-sanitarie (AOMS) secondo la Legge sull’assicurazione malattie (LAMal), le assicurazioni complementari e di cose secondo la Legge sul contratto d’assicurazione (LCA) e le assicurazioni contro gli infortuni secondo la Legge sull’assicurazione contro gli infortuni (LAINF). Visana assicura clienti privati (singole persone e famiglie) e clienti aziendali (imprese, istituzioni e associazioni). Per questi ultimi offre le assicurazioni contro la perdita di salario e contro gli infortuni. Complessivamente il Gruppo Visana conta oltre 1,1 milioni di assicurati, di questi circa 567'000 hanno stipulato l’assicurazione di base. Il Gruppo Visana impiega circa 1'300 collaboratori in tutta la Svizzera, suddivisi fra la Sede centrale a Berna e i circa 120 uffici esterni. Il volume dei premi ammonta a circa 3,1 miliardi di franchi.

David Müller

Responsabile Comunicazione aziendale Numero diretto: 031 357 93 31 Cellulare: 076 495 74 91